Ratgeber · Kosten

Was kostet eine Marketing-Agentur? Vier Preismodelle, drei Kostenblöcke, eine Rechnung.

Eine Marketing-Agentur kostet, was ihr Preismodell und Ihr Mediabudget zusammen ergeben: Stundensatz, Monatspauschale, Festpreis je Projekt oder erfolgsabhängige Vergütung, dazu das Geld, das an Google, Meta oder die Post geht, und Ihre eigene Zeit für Freigaben. Einen Marktpreis gibt es nicht; die Spanne beginnt beim Stundensatz eines Freelancers und endet bei Agenturen mit dreistelligem Millionenumsatz. Stand: 23. September 2026.

Stand: 23. September 20264 Preismodelle3 Kostenblöcke
Vier Preismodelle

Wie viel kostet eine Marketing-Agentur?

Das hängt vom Preismodell ab. Vier sind üblich: Stundensatz für abgegrenzte Aufgaben, Monatspauschale für laufende Betreuung, Festpreis für ein Projekt mit klarem Ergebnis und erfolgsabhängige Vergütung je Anfrage oder Auftrag. Als Anker für die Stunde nennt der Freelancer-Kompass 2026 von freelancermap 103 Euro als durchschnittlichen Stundensatz der befragten Freelancer; Agenturen mit Personal und Büro liegen darüber, wie weit, sagt nur das Angebot.

PreismodellWofür es passtWas Sie prüfen müssenRisiko
Stundensatzabgegrenzte Aufgaben: Kampagne einrichten, Sequenz schreiben, Landingpage bauenStundenzettel je Aufgabe, Obergrenze je Monatoffenes Ende
Monatspauschalelaufende Betreuung mit wiederkehrender ArbeitLeistungsumfang in Stunden oder Stücken, Mindestlaufzeit, KündigungsfristBindungssumme statt Monatspreis
Festpreis je ProjektAudit, Funnel oder Website-Abschnitt mit definiertem LiefergegenstandLiefergegenstand schriftlich, Abnahme, NacherfüllungÄnderungen kosten extra
ErfolgsabhängigVergütung je Anfrage oder je AuftragDefinition der Anfrage, Zählweise, wem das Konto gehörtAnreiz zu vielen billigen Anfragen

Wie wir es halten: Das Potential & Process Audit hat einen Festpreis, der vor dem Start genannt wird. Die Umsetzung danach läuft als Monatspauschale plus einmaliges Setup mit drei Monaten Mindestlaufzeit; das Mediabudget kommt dazu und geht direkt an die Plattform. Der Festpreis des Audits wird auf das Setup angerechnet. Was eine Laufzeitklausel tatsächlich bindet, rechnet Audit oder Agenturvertrag vor.

Modellrechnung: Was eine Pauschale an Aufträgen verlangt.

Monatspauschale (Euro)Deckungsbeitrag je Auftrag (Euro, Annahme)Zusätzliche Aufträge je Monat, nur für das Honorar
2.5005005,0
2.5001.0002,5
2.5003.0000,8

Modellrechnung mit der Beispielpauschale von 2.500 Euro aus dem Vergleich Audit oder Agenturvertrag; Deckungsbeiträge sind Annahmen. Pauschale geteilt durch Deckungsbeitrag ergibt die Aufträge, die eine Agentur jeden Monat zusätzlich bringen muss, bevor sie sich trägt. Das Mediabudget kommt noch dazu.

Drei Kostenblöcke

Wie viel kostet Online-Marketing insgesamt?

Mehr als das Agenturhonorar, weil drei Blöcke zusammenkommen: das Honorar, das Mediabudget und Ihre eigene Zeit. Das Mediabudget geht an die Plattform, nicht an die Agentur. Google Ads nennt kein Mindestbudget, Meta empfiehlt mindestens 5 US-Dollar je Tag, LinkedIn verlangt 10 US-Dollar je Tag, ChatGPT Ads 15 Euro je Tag. Die eigene Zeit für Freigaben, Zahlen und Rückfragen rechnen die wenigsten mit, sie fällt trotzdem an.

KostenblockWohin das Geld gehtUntergrenze laut PlattformQuelle
HonorarAgentur oder Freelancerkein Mindestwert; Anker 103 Euro je Stunde im Freelancer-Kompass 2026freelancermap
Mediabudget Google AdsGooglekein Mindestbudget; an einzelnen Tagen bis zum Doppelten des Tagesbudgets, im Monat höchstens Tagesbudget mal 30,4Google Ads-Hilfe
Mediabudget MetaMetaEmpfehlung mindestens 5 US-Dollar je TagMeta, Anzeigenpreise
Mediabudget LinkedInLinkedIn10 US-Dollar je Tag oder 100 US-Dollar LaufzeitbudgetLinkedIn Marketing Solutions
Mediabudget ChatGPT AdsOpenAI15 Euro je TagOpenAI-Hilfe
Eigene ZeitIhr Betriebbeim Audit zwei bis drei Stunden, verteilt auf zehn Arbeitstage; laufend Freigaben und Zahleneigene Angabe

Was jeder Kanal im Einzelnen verlangt, steht auf den Kanalseiten: Google-Werbung schalten, Facebook- und Instagram-Werbung, LinkedIn-Werbung und ChatGPT Ads.

Die Leistung hinter dem Preis

Was genau macht eine Marketing-Agentur?

Sie übernimmt Aufgaben, für die im Betrieb weder Person noch Werkzeug da ist: Zielgruppe und Angebot schärfen, Anzeigen bauen und steuern, Landingpages und Formulare, E-Mail-Sequenzen für Bestand und Interessenten, Messung bis zum Auftrag und einen Bericht, den Sie lesen können. Alles, was jemand im Haus in zwei Stunden pro Woche erledigt, gehört nicht in einen Vertrag. Der Preis folgt der Zahl dieser Bausteine.

Bausteine, die bei uns hinter dem Preis stehen: das Audit mit Report als Liefergegenstand, die Reaktivierung des Kundenbestands mit Sequenzen in KlickTipp, bezahlte Anzeigen bei Google, Meta, LinkedIn, TikTok und in ChatGPT, Suchmaschinenoptimierung nach dem Verfahren unserer eigenen Seiten und ein Monatsbericht mit Kosten je Anfrage und je Auftrag.

Was wir nicht verkaufen: Logo, Branding, Print, Community-Pflege und eine neue Website als Selbstzweck. Ob eine Website neu gebaut oder nachgearbeitet werden sollte, entscheidet sich an drei Zahlen, die auf Website erstellen lassen oder optimieren stehen. Den Unterschied zwischen einer klassischen Agentur und unserer Arbeitsweise zeigt Agentur vs. Aktivierungswerk in zehn Kriterien.

Reihenfolge

Wie fängt man mit Online-Marketing an, wenn das Budget klein ist?

Mit dem, was schon da ist: der Kundenliste. Bestandskunden kennen den Betrieb, ihre Adresse liegt vor, und eine Nachricht an sie kostet Arbeitszeit statt Mediabudget. Danach kommen offene Angebote, die niemand nachgefasst hat, dann Empfehlungen und erst zum Schluss Anzeigen an Fremde. In dieser Reihenfolge zahlt der erste Auftrag die nächste Stufe. Wer umgekehrt anfängt, bezahlt Klicks, bevor der Prozess dahinter steht.

StufeWas es kostetKosten je Anfrage oder Auftrag (Modellrechnung)Wo der Rechenweg steht
1. Bestand anschreibenArbeitszeit198 Euro je AuftragUnternehmerfragen
2. Offene Angebote nachfassenArbeitszeit, 285,44 Euro je Monatim Rechenweg der RatgeberseiteAngebote nachfassen
3. Empfehlungen einholenPrämie nur im Erfolgsfallabhängig von der PrämieEmpfehlungsmarketing
4. Anzeigen an FremdeKlickpreis mal Klicks259 bis 1.367 Euro je Anfrage bei 7,77 bis 41 Euro je KlickNeue Kunden gewinnen

Modellrechnungen aus Unternehmerfragen, Angebote nachfassen, Empfehlungsmarketing und Neue Kunden gewinnen. Klickpreise aus dem eigenen Google-Ads-Keyword-Planer-Konto, Stand 22.08.2026; 3 Prozent Formularquote als Annahme.

Sechs Prüfpunkte

Ist Online-Marketing seriös, und woran erkenne ich eine seriöse Agentur?

Das Handwerk ist seriös; unseriös sind Versprechen, die niemand halten kann. Google selbst schreibt in seiner Hilfe für Website-Betreiber, dass niemand eine Platzierung an erster Stelle garantieren kann, und rät, sich einen anderen Dienstleister zu suchen, wenn einer das verspricht. Seriös erkennen Sie an sechs Punkten: Ihr Konto, Ihre Daten, nachvollziehbare Zahlen, klare Kündigung, kein Garantieversprechen und ein Preis vor dem Start.

PrüfpunktSo sieht seriös ausWarnsignal
KontenGoogle- und Meta-Konto laufen auf Ihren NamenKonto gehört der Agentur, ein Wechsel heißt Neustart
DatenKontaktliste jederzeit selbst exportierbarExport nur auf Anfrage oder gegen Gebühr
ZahlenKosten je Anfrage und je Auftrag im BerichtKlicks, Reichweite und Einblendungen als Erfolg
VertragLaufzeit und Kündigungsfrist auf einer Seite lesbar; ohne Vereinbarung gilt bei Dienstverträgen § 621 BGBVerlängerungsklausel im Kleingedruckten
VersprechenRechenweg mit offenen Annahmengarantierte Rankings oder garantierte Anfragen
Preisvor dem Start genanntPreis erst nach mehreren Terminen

Die Punkte Konten, Daten, Zahlen und Ausstieg sind dieselben, an denen wir uns selbst messen lassen; die Gegenüberstellung steht auf Agentur vs. Aktivierungswerk.

Ranglisten

Welche Agentur ist die richtige, und was zeigen Ranglisten wie die Top 10?

Ranglisten sortieren nach Größe, nicht nach Passung. Das Internetagentur-Ranking des BVDW ordnet nach Honorarumsatz: 2025 nahmen 137 Unternehmen teil, zusammen 2,35 Milliarden Euro, die Nummer eins allein 248 Millionen. Diese Agenturen arbeiten für Konzerne. Für einen Betrieb mit zehn Leuten zählt anderes: Erfahrung in Ihrer Branche, ein Ansprechpartner, der Ihre Zahlen kennt, und Konditionen, aus denen Sie wieder herauskommen.

Was eine Rangliste misst: Honorarumsatz und Personal der Agenturen, die freiwillig ihre Zahlen melden. Sie sagt, wer groß ist. Sie sagt nicht, ob jemand eine Zahnarztpraxis, einen Dachdecker oder eine Kanzlei mit zwölf Leuten schon einmal zu mehr Anfragen gebracht hat.

Drei Fragen statt einer Liste: Für wen in meiner Branche haben Sie zuletzt gearbeitet, und was ist dabei messbar herausgekommen? Wem gehören Konto und Daten am Ende? Was kostet der Ausstieg nach drei Monaten? Wer auf alle drei Fragen ohne Umweg antwortet, ist ein Kandidat, unabhängig von der Rangliste. Unsere eigenen Antworten stehen auf den Referenzseiten, mit Zahlen aus dem eigenen Betrieb statt fremder Logos.

Belege

Quellen und Stand.

  • freelancermap, Freelancer-Kompass 2026: Freelancer-Kompass 2026: 103 Euro durchschnittlicher Stundensatz der befragten Freelancer aller Fachrichtungen; 49 Prozent melden eine schlechtere Auftragslage als im Vorjahr
  • BVDW, Internetagentur-Ranking 2025: Internetagentur-Ranking 2025: 137 teilnehmende Unternehmen, Gesamthonorar 2,35 Milliarden Euro (rund 5 Prozent weniger als im Vorjahr), Plan.net auf Platz eins mit 248 Millionen Euro Honorarumsatz
  • Google Search Central, „Brauchst du einen SEO?“: Niemand kann eine Platzierung bei Google an erster Stelle garantieren; wer Rankings garantiert oder eine besondere Beziehung zu Google behauptet, ist ein Warnsignal
  • Google Ads-Hilfe, Tagesbudget: Tagesbudget: An einzelnen Tagen bis zum Doppelten des Tagesbudgets, im Monat höchstens Tagesbudget mal 30,4
  • Meta, Anzeigenpreise: Mindestbudgets der Plattformen: Meta empfiehlt mindestens 5 US-Dollar je Tag; LinkedIn verlangt 10 US-Dollar je Tag oder 100 US-Dollar Laufzeitbudget; OpenAI 15 Euro je Tag für ChatGPT Ads (Einzelnachweise auf den Kanalseiten)

Stand: 23. September 2026. Preismodelle und Prüfpunkte sind unsere Einordnung, keine Rechtsberatung. Der Stundensatz aus dem Freelancer-Kompass gilt für Freelancer aller Fachrichtungen, nicht für Agenturen. Klickpreise aus dem eigenen Keyword-Planer-Konto vom 22.08.2026; Quoten und Deckungsbeiträge in den Rechenbeispielen sind Annahmen.

FAQ

Häufige Fragen zu Agenturkosten.

Was kostet eine Marketing-Agentur im Monat?+
Es gibt keinen Marktpreis; die Monatspauschale folgt dem Leistungsumfang. Entscheidend ist weniger der Monatsbetrag als die Bindung: In der Modellrechnung auf unserer Vergleichsseite bindet eine Pauschale von 2.500 Euro bei zwölf Monaten Laufzeit und drei Monaten Kündigungsfrist 60.000 Euro, bei drei Monaten Mindestlaufzeit 7.500 Euro. Gleicher Preis, achtfache Bindung.
Was kostet Online-Marketing für ein kleines Unternehmen?+
Drei Blöcke: Honorar, Mediabudget, eigene Zeit. Wer mit dem Bestand anfängt, gibt im ersten Monat kein Mediabudget aus, nur Arbeitszeit. Bei Anzeigen kostet eine Anfrage in unserer Modellrechnung 259 bis 1.367 Euro, je nachdem, ob ein Klick 7,77 oder 41 Euro kostet und 3 Prozent der Klicks zu einer Anfrage werden. Ihre eigenen Klickpreise stehen in Ihrem Konto.
Was kostet das Aktivierungswerk?+
Das Potential & Process Audit hat einen Festpreis, den wir vor dem Start nennen; er hängt vom Umfang des Kundenbestands und der Konten ab. Die Umsetzung danach ist eine Monatspauschale plus einmaliges Setup mit drei Monaten Mindestlaufzeit, das Mediabudget geht direkt an die Plattform. Der Festpreis des Audits wird auf das Setup angerechnet.
Lohnt sich eine Agentur für einen Betrieb mit zehn Mitarbeitern?+
Rechnen Sie die Pauschale durch den Deckungsbeitrag je Auftrag: Das Ergebnis ist die Zahl der Aufträge, die die Agentur jeden Monat zusätzlich bringen muss, bevor sie sich trägt. Modellrechnung: 2.500 Euro Pauschale bei 1.000 Euro Deckungsbeitrag (Annahme) verlangen 2,5 zusätzliche Aufträge im Monat, das Mediabudget noch nicht eingerechnet. Ob der Bestand das hergibt, zeigt das Audit vorher.
Wie viel Budget brauche ich für Google Ads?+
Google nennt kein Mindestbudget. Sie legen ein Tagesbudget fest, Google darf an einzelnen Tagen bis zum Doppelten ausgeben und im Monat höchstens das Tagesbudget mal 30,4; aus 10 Euro am Tag werden so höchstens 304 Euro im Monat. Ob das reicht, sagt der Klickpreis: Bei 7,77 Euro je Klick sind 304 Euro rund 39 Klicks, bei 3 Prozent Formularquote etwa eine Anfrage im Monat.
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