Werbung für eine Physiotherapiepraxis ist erlaubt, solange sie sachlich informiert und nichts verspricht: § 3 HWG untersagt irreführende Wirkaussagen und Erfolgsversprechen. Vor der ersten Anzeige steht eine andere Frage. Pflege- und Gesundheitsberufe zählen laut Bundesagentur für Arbeit zu den Berufen mit den stärksten Engpässen. Bei vollem Terminbuch rechnen sich Selbstzahler, nicht mehr Rezepte.
Mit der letzten Behandlung der Verordnung verschwindet der Patient aus dem Kalender. Genau in diesem Moment wäre er für Gerätetraining, einen Präventionskurs oder eine Selbstzahler-Serie offen. Ohne Anschlussangebot bleibt dieser Übergang ungenutzt, jede Woche aufs Neue.
Die Warteliste ist lang, aber sie besteht aus Kassenrezepten mit festen Sätzen. Selbstzahlerleistungen, die je Stunde mehr einbringen, bekommen keinen Platz, weil niemand sie aktiv anbietet und das Team am Empfang keine Zeit dafür hat.
„Schmerzfrei nach fünf Sitzungen“, Heilungsgeschichten ohne Einordnung, Versprechen zur Wirkung einer Methode: Solche Sätze stehen auf vielen Praxisseiten. § 3 HWG untersagt irreführende Wirkaussagen und das Versprechen eines sicheren Erfolgs. Das ist abmahnfähig und wirkt auf Patienten unseriös.
Voreingestellt mit typischen Werten für Physiotherapiepraxen. Ziehen Sie die Regler auf Ihre Zahlen.
Kostenfrei · 20 Minuten · kein Mandatszwang
Sie bekommen die Rechnung mit Ihren Werten, die offengelegten Annahmen und den Reaktivierungsplan, den wir selbst fahren, als Mail. Kein Termin nötig, keine Warteschleife.
Das Terminbuch ist voll, aber mit Kassenrezepten. Pflege- und Gesundheitsberufe gehören laut Bundesagentur für Arbeit zu den Berufen mit den stärksten Fachkräfteengpässen (Engpassanalyse 2024). Der Hebel liegt deshalb im Anschluss an die Verordnung, nicht in mehr Anfragen.
Einwilligung beim Erstkontakt, Tag bei der letzten Behandlung der Verordnung, Anschlussangebot nach sieben Tagen (Gerätetraining, Kurs oder Serie), Erinnerung vor Kursstart, Stopp bei Buchung oder Abmeldung. Kursplätze werden erst beworben, wenn der Kurs steht.
Therapeutenstunden, Warteliste und Anteil Selbstzahler werden gezählt. Ist Personal der Engpass, empfehlen wir keine Patientenwerbung.
Die letzte Behandlung der Verordnung löst ein Anschlussangebot aus. Das Team muss dafür nichts anrufen.
Präventionskurse nach § 20 SGB V mit Starttermin, Preis und Hinweis zur Kostenerstattung, beworben lokal über Google und Meta.
Eine eigene Seite zur Schulter für Ärzte, die seit der Blankoverordnung die Praxis auswählen, statt die Therapie festzulegen.
Kein Kundenfall, sondern eine nachvollziehbare Rechnung mit denselben Annahmen wie im Rechner.
| Position | Szenario A · 3 % | Szenario B · 5 % |
|---|---|---|
| Kontakte im Bestand | 1.500 | 1.500 |
| Erreichbar (80 %) | 1.200 | 1.200 |
| Quote nach Reaktivierung | 3 % | 5 % |
| Reaktivierte Selbstzahler-Serien p. a. | 36 | 60 |
| Ø Wert je Abschluss | 300 € | 300 € |
| Zusatzumsatz p. a. | 10.800 € | 18.000 € |
| Zusatzumsatz p. M. | 900 € | 1.500 € |
Vorher: 1.500 Kontakte liegen im System, werden nicht angesprochen und bringen aus dem Bestand 0 €. Nachher: Im Szenario A entstehen 36 zusätzliche Selbstzahler-Serien im Jahr, das sind 10.800 € Zusatzumsatz, ohne einen Euro Werbebudget. Szenario B zeigt, was bei 5 % möglich ist.
Beispielszenario: Modellrechnung mit offengelegten Annahmen, keine Kundendaten, keine Ergebniszusage. Ihre Zahlen rechnen wir im Audit mit Ihrem Export nach.
Eigene Werte einsetzenJa, solange sie sachlich informiert. Erlaubt sind Leistungen, Qualifikationen, Preise, Kurstermine und Öffnungszeiten. Untersagt sind nach § 3 HWG Wirkaussagen, die eine Behandlung nicht hält, und das Versprechen eines sicheren Erfolgs. Krankengeschichten und Patientenstimmen sind nach § 11 HWG nur dann verboten, wenn sie missbräuchlich, abstoßend oder irreführend eingesetzt werden.
Für Physiotherapeuten gibt es keine Kammer und keine Berufsordnung wie bei Ärzten oder Zahnärzten. Der Rahmen kommt deshalb aus zwei Gesetzen: dem Heilmittelwerbegesetz für alles, was sich auf Krankheiten und Beschwerden bezieht, und dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb für alles andere.
In der Praxis heißt das: „Krankengymnastik nach Operationen an Knie und Hüfte, Termine auch abends“ ist Information. „Nach fünf Sitzungen schmerzfrei“ ist ein Erfolgsversprechen und fällt unter § 3 Nr. 2 Buchst. a HWG. Ein Patientenzitat, das die Praxis freundlich beschreibt, ist in der Regel unproblematisch; eines, das eine Heilung schildert, nicht.
Auf den Plattformen kommt eine zweite Ebene dazu. Meta untersagt Anzeigen, die einem Menschen eine Erkrankung unterstellen. „Haben Sie Rückenschmerzen?“ scheitert dort an der Richtlinie, nicht am Gesetz. „Rückenkurs ab 6. Oktober, acht Termine“ nicht.
Über den Übergang nach dem Rezept, nicht über neue Anzeigen. Jede abgeschlossene Verordnung ist ein Patient, der die Praxis kennt und dessen Beschwerden oft nicht ganz verschwunden sind. Ein Anschlussangebot in der Woche danach, etwa Gerätetraining oder ein Präventionskurs, erreicht ihn in dem Moment, in dem er noch entscheidet.
Die meisten Praxen verlieren diesen Moment, weil niemand zuständig ist. Die Rezeption plant Folgetermine für Kassenrezepte, nicht Angebote für Selbstzahler. Deshalb legen wir den Schritt in die Software: Mit der letzten Behandlung der Verordnung bekommt der Patient einen Tag, sieben Tage später kommt eine kurze Mail mit genau einem Angebot und einem Buchungslink.
Voraussetzung ist die Einwilligung, und die holen Sie beim Erstkontakt ein, auf dem Anamnesebogen oder beim Online-Termin. Ohne sie schreiben wir keine Werbemail, auch nicht an frühere Patienten.
Die zweite Quelle sind Präventionskurse. Krankenkassen können zertifizierte Präventionskurse nach § 20 Abs. 5 SGB V bezuschussen. Wer auf der Kursseite Starttermin, Preis und den Weg zur Erstattung nennt, bekommt Anmeldungen statt Rückfragen.
Den Ablauf mit Einwilligung, Kanal und Messung beschreibt Recall-System für Praxen.
Nur, wenn sie das Terminbuch umbaut statt füllt. Pflege- und Gesundheitsberufe zählen laut Bundesagentur für Arbeit zu den Berufen mit den stärksten Fachkräfteengpässen. Wer zu wenig Therapeuten hat, braucht keine zusätzlichen Kassenpatienten. Sinnvoll ist dann, Selbstzahlerstunden gezielt zu besetzen und Leerlauf aus Absagen zu schließen.
Die Rechnung dahinter ist einfach. Eine Therapeutenstunde lässt sich nur einmal verkaufen. Wenn sie mit einem Kassenrezept belegt ist, bringt sie den vereinbarten Satz. Wenn sie mit einer Selbstzahler-Serie belegt ist, legen Sie den Preis selbst fest. Werbung für mehr Kassenrezepte verlängert bei voller Praxis nur die Warteliste.
Deshalb beginnt jede Zusammenarbeit mit einer Zählung: freie Therapeutenstunden, Absagequote, Anteil Selbstzahler, Zahl der Verordnungen, die im Monat enden. Wenn am Ende Personal der Engpass ist, sagen wir das. Bewerberkampagnen sind ein eigenes Produkt, das wir nicht anbieten.
Die Reihenfolge, die sich bewährt: erst die Absagen füllen, dann den Anschluss nach dem Rezept, dann die Kurse, zuletzt neue Patienten. Das kostet in den ersten beiden Schritten kein Klickgeld.
Sie verschiebt die Entscheidung. Seit dem 1. November 2024 dürfen Ärzte bei Diagnosen im Schulterbereich eine Blankoverordnung ausstellen; Heilmittel, Menge und Frequenz legt dann die Praxis fest. Damit wählen Ärzte eher die Praxis als die Therapie. Wer seine Schulterkompetenz zeigt, wird öfter gewählt.
Grundlage ist der Vertrag nach § 125a SGB V über die Heilmittelversorgung mit erweiterter Versorgungsverantwortung. Er gilt für Praxen mit Kassenzulassung nach § 124 Abs. 1 SGB V und umfasst über hundert Schulterdiagnosen. Mit der Verantwortung für die Menge kommt die wirtschaftliche Verantwortung dazu.
Für das Marketing folgt daraus eine Zielgruppe, die viele Praxen übersehen: die zuweisenden Ärzte. Sie brauchen keine Werbung, sondern eine klare Seite mit Behandlungsschwerpunkten, Qualifikationen, Wartezeiten und einem Ansprechpartner. Eine solche Seite verlinken Sie im Arztbrief und in der Praxis-Signatur.
Wichtig ist die Grenze: Vorteile für Zuweisungen sind nach § 299b StGB strafbar, auch kleine. Die Seite informiert, sie belohnt nicht.
Die lokale Google-Suche trägt am meisten, weil Patienten mit einem Anlass suchen: Physiotherapie in der Nähe, Rückenkurs, Termin nach Operation. Meta eignet sich für Kurse mit festem Starttermin. ChatGPT scheidet derzeit aus, weil OpenAI Anzeigen für Gesundheitsleistungen außerhalb der USA grundsätzlich untersagt.
Auf Google zählt, dass die Landingpage die Suchfrage beantwortet: Leistung, Stadtteil, freie Termine, Preis bei Selbstzahlerleistungen. Eine Startseite mit Leitbild und Teamfoto beantwortet keine davon. Wie Suchanzeigen richtig aufgebaut werden, zeigt die Seite Google Ads bringen keine Anfragen.
Auf Meta gilt die Regel der persönlichen Merkmale: Die Anzeige darf niemandem eine Beschwerde unterstellen. Gut funktionieren Kursanzeigen mit Datum, Ort und Preis, ausgesteuert auf einen Umkreis von wenigen Kilometern. Was bei Facebook und Instagram technisch zu beachten ist, steht auf Facebook- und Instagram-Werbung schalten.
Für ChatGPT-Werbung gilt Stand September 2026 ein klares Nein für Praxen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Einzelheiten stehen auf ChatGPT Ads schalten.
Stand: September 2026. Zahlen aus dem eigenen Google-Ads-Keyword-Planer-Konto sind im Text als solche gekennzeichnet.
Wir arbeiten bundesweit und in der Schweiz. Die Regionen unten steuern wir als eigene Märkte aus, ausgewählt nach Kaufkraft und Bestandsdichte.
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