Werbung in ChatGPT ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz seit August 2026 möglich, seit dem 31. August auch selbst gebucht über den Ads Manager. Das Mindestbudget liegt bei 15 Euro am Tag. Anzeigen sehen nur Nutzer der Tarife Free und Go. Gesundheit, Rechtsberatung und Finanzdienstleistungen sind außerhalb der USA grundsätzlich ausgeschlossen. Stand: 23. September 2026.
ChatGPT Ads sind bezahlte Anzeigen, die unter einer Antwort von ChatGPT erscheinen, als gesponsert gekennzeichnet und von der Antwort getrennt. Sie verändern die Antwort nicht. Ausgewählt werden sie nach dem Zusammenhang des Gesprächs, nach Landingpage, Titel und Text der Anzeige und nach Kontexthinweisen des Werbenden. In der EU und der Schweiz laufen sie zunächst ohne Personalisierung.
Diese Seite behandelt die bezahlte Anzeige. Wie ein Unternehmen ohne Budget in den Antworten selbst als Quelle oder Empfehlung auftaucht, steht auf Von KI empfohlen werden. Das sind zwei getrennte Systeme: Die Anzeige läuft laut OpenAI auf eigenen Systemen und hat keinen Einfluss darauf, was ChatGPT antwortet.
| Merkmal | Stand 23.09.2026 | Quelle |
|---|---|---|
| Märkte in Europa | 31, darunter Deutschland und Österreich; Ads Manager auch in der Schweiz | OpenAI, 18.08. und 31.08.2026 |
| Selbst buchbar seit | 31.08.2026 | OpenAI, Update vom 31.08.2026 |
| Mindestbudget je Tag (Euro) | 15 | OpenAI Help Center, Kampagnen |
| Mindestbudget je Tag (Franken) | 20 | OpenAI Help Center, Kampagnen |
| Abrechnung | je 1.000 Einblendungen, je Klick oder optimiert auf Conversions | OpenAI Help Center, Kampagnen |
| Wer Anzeigen sieht | Tarife Free und Go; nicht Plus, Pro, Business, Enterprise, Edu | OpenAI Help Center, Ads in ChatGPT |
| Personalisierung in EU und Schweiz | zunächst nicht verfügbar | OpenAI Help Center, Ads in ChatGPT |
| Vergleichswerte zu Klickpreisen | keine veröffentlicht | OpenAI Help Center, FAQ |
Alle Werte aus den Seiten von OpenAI, abgerufen am 23. September 2026. Die Plattform ist nach eigener Aussage im Beta-Stadium; Formate, Budgets und Regeln können sich ändern.
Seit Ende August 2026. OpenAI kündigte am 18. August 2026 an, ChatGPT Ads in der Folgewoche auf 31 europäische Märkte auszuweiten, darunter Deutschland und Österreich. Anfangs lief der Einkauf nur über das Ads-Team von OpenAI und Partneragenturen. Seit dem 31. August 2026 können Unternehmen selbst über den Ads Manager buchen, auch mit Sitz in der Schweiz.
| Datum | Schritt | Quelle |
|---|---|---|
| 09.02.2026 | Test von Anzeigen in ChatGPT beginnt in den USA | OpenAI Help Center |
| 18.08.2026 | Ankündigung: 31 europäische Märkte ab der Folgewoche | OpenAI Blog |
| 31.08.2026 | Selbstbuchung über den Ads Manager in allen 31 Märkten | OpenAI Blog, Update |
| 10.09.2026 | Werberichtlinie in neuer Fassung veröffentlicht | OpenAI Ad policies |
Was das für die Planung heißt: Der Kanal ist vier Wochen alt. Es gibt keine Erfahrungswerte aus dem deutschen Markt, und OpenAI schreibt selbst, dass es noch keine Vergleichswerte über Werbetreibende, Branchen oder Kampagnentypen gibt. Wer jetzt testet, ist früh dran und trägt das Risiko eines Kanals, dessen Auslieferung sich laut Hilfe-Center während der Beta-Phase noch ändern kann.
Zugelassen sind zum Start vor allem Konsumgüter, lokale Dienstleistungen, Reisen und Freizeit sowie digitale Produkte und Bildung. Gesundheitsleistungen, Rechtsberatung und Finanzdienstleistungen sind außerhalb der USA grundsätzlich untersagt, einzelne Wohnungs- und Stellenangebote überall. Für Praxen, Pflegedienste, Kanzleien und Makler mit Objektanzeigen ist ChatGPT deshalb derzeit kein Kanal.
| Zielgruppe | Einordnung nach der Richtlinie | Stelle in der Richtlinie |
|---|---|---|
| Handwerksbetriebe | voraussichtlich möglich | lokale Dienstleistungen gehören zu den zugelassenen Kategorien |
| B2B-Dienstleister, Software | möglich bei digitalen Produkten, sonst Einzelprüfung | digitale Produkte zugelassen, Beratung nicht ausdrücklich genannt |
| Fachärzte, Zahnärzte, Privatkliniken | ausgeschlossen | Gesundheitsleistungen außerhalb der USA grundsätzlich untersagt |
| Physiotherapie, Heilpraktiker | ausgeschlossen | Gesundheitsleistungen; dazu Verbot unbelegter Gesundheitsaussagen |
| Ambulante Pflegedienste | ausgeschlossen | Gesundheitsleistungen außerhalb der USA grundsätzlich untersagt |
| Rechtsanwälte und Kanzleien | ausgeschlossen | Rechtsdienstleistungen außerhalb der USA untersagt |
| Steuerberater | offen, eher ausgeschlossen | Finanzdienstleistungen außerhalb der USA grundsätzlich untersagt; Steuerberatung nicht ausdrücklich genannt |
| Immobilienmakler | Objektanzeigen ausgeschlossen | einzelne Verkaufs- und Mietangebote untersagt |
| Bauträger | Objektanzeigen ausgeschlossen | einzelne Verkaufsangebote untersagt |
| Hausverwaltungen | offen | nicht ausdrücklich genannt |
| Tierärzte | offen, eher ausgeschlossen | regulierte medizinische Leistungen eingeschränkt, Tiermedizin nicht ausdrücklich genannt |
Unsere Lesart der OpenAI Ad policies in der Fassung vom 10. September 2026. Die Entscheidung trifft OpenAI bei der Prüfung von Konto, Anzeige und Landingpage; bei der Kontoverifizierung wird ausdrücklich geprüft, ob Produkte oder Leistungen zulässig sind.
Warum eine Praxis auch später wenig davon hätte: Unabhängig von der Branchenfrage erscheinen Anzeigen nie neben Gesprächen über die eigene Gesundheit, die psychische Gesundheit oder Politik. Wer ChatGPT nach Rückenschmerzen fragt, bekommt darunter keine Anzeige, auch nicht in den USA, wo zahnärztliche Leistungen im Einzelfall zugelassen werden können. Für Praxen bleibt die unbezahlte Sichtbarkeit in den Antworten der Weg, den wir auf Von KI empfohlen werden beschreiben.
Einen festen Preis gibt es nicht. Abgerechnet wird je tausend Einblendungen, je Klick oder optimiert auf Conversions, wobei auch dann Klick oder Einblendung bezahlt wird, nicht die Conversion. Das Mindestbudget einer Kampagne liegt bei 15 Euro am Tag oder 20 Franken. Vergleichswerte zu Klickpreisen veröffentlicht OpenAI ausdrücklich noch nicht.
| Budgetregel | Wert | Einheit |
|---|---|---|
| Mindestbudget je Tag | 15 | Euro |
| Höchstausgabe an einem Tag | 2 | mal Tagesbudget |
| Höchstausgabe je Woche (Sonntag bis Samstag) | 7 | mal Tagesbudget |
| Rechnerischer Monat beim Mindestbudget | 456 | Euro (15 mal 30,4 Tage) |
Was 456 Euro im Monat bringen, hängt am Klickpreis, und den kennt heute niemand. Die Tabelle rechnet deshalb drei Annahmen durch, damit Sie sehen, ab welchem Klickpreis sich ein Test für Sie rechnet. Die Formel ist dieselbe wie auf allen unseren Seiten: Kosten je Anfrage gleich Klickpreis geteilt durch Formularquote.
| Annahme Klickpreis (Euro) | Klicks je Monat | Anfragen bei 3 % Formularquote | Kosten je Anfrage (Euro) |
|---|---|---|---|
| 1,00 | 456 | 13,7 | 33,33 |
| 3,00 | 152 | 4,6 | 100,00 |
| 5,00 | 91 | 2,7 | 166,67 |
Modellrechnung mit offengelegten Annahmen, keine Messwerte: 456 Euro Monatsbudget, Klickpreise von 1, 3 und 5 Euro als Annahme, 3 Prozent Formularquote wie auf allen Rechnerseiten. Setzen Sie Ihre Werte im Cost-per-Lead-Rechner ein.
Nutzer der Tarife Free und Go. Plus, Pro, Business, Enterprise und Edu bleiben werbefrei, ebenso temporäre Chats und Konten, die OpenAI Minderjährigen zuordnet. In der EU und der Schweiz sind Anzeigen zunächst nicht personalisiert; sie richten sich nach dem laufenden Gespräch, nicht nach früheren Chats oder Erinnerungen.
Was das für B2B heißt: Wer in einem Unternehmen mit ChatGPT Business oder Enterprise arbeitet, sieht keine Anzeigen. Genau diese Menschen sind oft die Entscheider, die eine Agentur, eine Software oder einen Dienstleister auswählen. Die Reichweite von ChatGPT Ads liegt damit vor allem bei Privatnutzern und bei Selbstständigen im kostenlosen Tarif. Für einen Handwerksbetrieb, der Eigenheimbesitzer erreichen will, passt das. Für eine Leistung, die ein Einkaufsleiter beauftragt, nur eingeschränkt.
Was das für die Zielgruppe heißt: Ohne Personalisierung gibt es in Europa keine Zielgruppen aus früheren Gesprächen. OpenAI rät für Kampagnen in der EU und der Schweiz ausdrücklich davon ab, eigene Zielgruppenlisten zu verwenden, solange Personalisierung dort nicht verfügbar ist; eine eingeschlossene Liste braucht ohnehin mindestens 25.000 zugeordnete Nutzer. Steuern lässt sich über das Land und, wo verfügbar, über Region, Stadt oder Postleitzahl, über die Plattform und über Kontexthinweise, die beschreiben, wann die Anzeige passt. Kontexthinweise sind laut OpenAI keine Suchwörter mit exakter Übereinstimmung.
Konto unter ads.openai.com anlegen, Unternehmen verifizieren lassen, Kontoangaben und Logo vervollständigen, Kreditkarte hinterlegen, dann Kampagne mit Ziel, Budget, Laufzeit und Land anlegen, darunter Anzeigengruppen mit Kontexthinweisen und mehrere Anzeigen. Land, Währung und Zeitzone lassen sich später nicht ändern. Ausgeliefert wird erst nach Prüfung von Konto und Anzeige.
| Schritt | Was zu tun ist | Worauf achten |
|---|---|---|
| 1 Konto | Anmeldung unter ads.openai.com mit einem OpenAI-Konto | Land, Währung und Zeitzone sind später nicht änderbar |
| 2 Verifizierung | Fragen zur Identität über den Dienstleister Persona | OpenAI prüft dabei, ob die Leistung zulässig ist |
| 3 Kontoangaben | Name und Logo so, wie sie in der Anzeige erscheinen | ohne diesen Schritt keine Auslieferung |
| 4 Zahlung | Rechnungsprofil und Kreditkarte | Rechnungsadresse vollständig mit Postleitzahl |
| 5 Kampagne | Ziel, Budget, Laufzeit, Land; Anzeigengruppen mit Kontexthinweisen | mehrere Titel und Texte je Angebot, eigene Landingpage |
Drei Fallen, die wir vor dem ersten Euro prüfen: Erstens die Landingpage. Sie darf die Bots von OpenAI nicht aussperren, genannt werden OAI-AdsBot und OAI-SearchBot; ein Blick in die robots.txt klärt das in einer Minute. Zweitens das Land: Neue Konten dürfen anfangs nur im eigenen Land werben, auch wenn weitere Länder ausgewählt sind. Drittens die Agenturfrage: Über die ChatGPT-Anbindung darf keine Agentur ein Konto im Namen eines Kunden anlegen. Der Kunde legt das Konto an und lädt die Agentur ein, und genau so ist es auch richtig, weil das Konto dem Kunden gehören sollte.
Für lokale Dienstleister mit klarer Leistung als begrenzter Test, ja. Für Praxen, Pflegedienste und Kanzleien ist sie derzeit nicht möglich. Für B2B-Angebote an Entscheider nur eingeschränkt, weil Business- und Enterprise-Konten werbefrei sind. Vergleichswerte gibt es noch keine. Wer testet, sollte Budget, Dauer und die Zahl, ab der er abbricht, vorher festlegen.
So würden wir einen Test aufsetzen: vier Wochen mit dem Mindestbudget, also rund 420 Euro, eine eigene Landingpage mit genau einem Angebot, ein Conversion-Ereignis für das Formular und eine Abbruchgrenze, die vorher feststeht, etwa der doppelte Wert dessen, was eine Anfrage über Google kostet. Nach vier Wochen entscheidet die Zahl, nicht das Gefühl, dass ein neuer Kanal spannend ist.
Vor diesem Test steht bei den meisten Betrieben ein günstigerer Schritt: der eigene Bestand. Was dort liegt und was dieselben 420 Euro im Vergleich zu Anzeigen bringen, rechnet Bestandskunden oder Neukunden vor. Welcher klassische Kanal zu welcher Leistung passt, steht auf Google Ads oder Meta Ads.
Stand: 23. September 2026, alle Seiten an diesem Tag abgerufen. ChatGPT Ads sind nach Angabe von OpenAI im Beta-Stadium. Die Einordnung der Zielgruppen ist unsere Lesart der Richtlinie und ersetzt keine Prüfung durch OpenAI. Klickpreise haben wir nicht gemessen; die Rechnung arbeitet mit ausgewiesenen Annahmen.
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