Ratgeber · Immobilienmakler

Aufträge als Immobilienmakler bekommen: vier Wege zum Eigentümermandat, nach Kosten geordnet.

Aufträge bekommt ein Immobilienmakler von Eigentümern mit Verkaufsanlass, nicht von Käufern, und die günstigsten sitzen schon in seiner Kontaktliste. Vier Wege nach Kosten geordnet: der Bestand aus Alt-Interessenten und früheren Kunden, Empfehlungen und Tippgeber, der Brief an namentlich bekannte Eigentümer, zuletzt Anzeigen auf Verkaufsanlässe. Geschrieben von einem Makler, der das seit 2007 selbst macht. Stand: 23. September 2026.

Stand: 23. September 20264 Wege, nach Kosten geordnetvom Makler seit 2007
Vier Wege, eine Reihenfolge

Wie bekomme ich Aufträge als Immobilienmakler?

Indem Sie dort anfangen, wo der Kontakt schon besteht, und erst zum Schluss Fremde bezahlen. Erstens der Bestand: Jeder Käuferkontakt von früher ist ein späterer Verkäufer. Zweitens Empfehlungen und Tippgeber. Drittens der Brief an Eigentümer, deren Namen Sie kennen. Viertens Anzeigen auf Verkaufsanlässe wie Erbe, Scheidung oder Alter. Die Reihenfolge folgt den Kosten je Mandat, und der erste Auftrag finanziert die nächste Stufe.

Diese Seite beschreibt, was Sie als Makler selbst tun können und in welcher Reihenfolge. Was wir davon für Maklerbüros bauen, steht auf Onlinemarketing für Immobilienmakler; die Zahlen aus dem eigenen Büro auf peuker_IMMOBILIEN.

WegWas es kostetWann es greiftWomit es steht und fällt
1. Bestand anschreibenArbeitszeit, kein Mediabudgeterste Antworten in Wochen, Mandate über MonateListe nach Alter und Status sortiert, Sequenz alle zwei Wochen
2. Empfehlung und TippgeberPrämie nur im Erfolgsfalllaufenddass Sie danach fragen, und zwar nach dem Notartermin
3. Brief an benannte EigentümerPorto 0,95 Euro je Standardbrief plus Druckzwei bis sechs Wochen nach Versandgeprüfte Anschrift mit Namen; „An die Eigentümer“ unter der Objektanschrift kommt zurück
4. Anzeigen auf VerkaufsanlässeKlickpreis geteilt durch Formularquoteab dem ersten Tag, wenn Landingpage und Nachfass stehenBewertungsformular mit Qualifizierung, Rückruf am selben Tag

Porto: Bundesnetzagentur, genehmigtes Entgelt für den Standardbrief. Die übrigen Angaben sind Erfahrungswerte aus dem eigenen Maklerbüro seit 2007, keine Statistik.

Eigene Eigentümeranfragen

Wie bekomme ich Kunden als Immobilienmakler, ohne Leads zu kaufen?

Mit einer eigenen Bewertungsseite und einem Nachfass-System dahinter. Gekaufte Leads gehen an mehrere Makler gleichzeitig; eine eigene Anfrage kennt nur Sie. Für das Suchwort „makler leads“ nennt unser Keyword-Planer-Konto 21,64 Euro als Gebot je Klick (Stand 22.08.2026): der Preis dafür, dass Makler nach Leads suchen, nicht der Preis eines Mandats. Eigene Anfragen entstehen über Stadtteil-Seiten mit Bewertungsformular, Rückruf am selben Tag und Nachfass an Tag 1, 3, 7 und 21.

Lead ist nicht Mandat. Ein gekaufter Lead ist eine Adresse mit einer vagen Absicht, die noch drei andere Makler anrufen. Ein Mandat ist ein unterschriebener Maklervertrag. Dazwischen liegt die Qualifizierung: Sind Sie Eigentümer? Wann soll verkauft werden? Was ist der Anlass? Diese drei Fragen gehören ins Formular, nicht ins erste Telefonat.

Was der Bestand hergibt: Im Beispielszenario der Branchenseite werden aus 2.500 Kontakten bei einem Prozent Verkaufsanlass im Jahr 25 Mandate; jeder Käuferkontakt von früher ist ein späterer Verkäufer, wenn er in der Zwischenzeit von Ihnen gehört hat. Die Jahres-Sequenz dafür (Marktdaten, Fehler beim Verkauf, Gesuche, Fallstricke) läuft alle zwei Wochen und übergibt bei Antwort an Sie. Den Rechner dazu finden Sie auf der Branchenseite; was ein gekaufter Lead kostet und was „qualifiziert“ heißt, auf Immobilien-Leads kaufen.

Kanäle und ihre Regeln

Welche Werbungsmöglichkeiten gibt es für Immobilienmakler?

Sieben, und nur drei davon erreichen Eigentümer: die Google-Suche auf Verkaufsanlässe, Meta-Anzeigen auf Eigentümer im Stadtteil und der Brief. Portale, Schilder, Objektvideos und Social-Media-Posts erreichen Käufer, also Menschen, die ein Objekt suchen, das ein anderer beauftragt hat. Bei Meta fällt Immobilienwerbung unter eine Sonderkategorie mit eingeschränktem Targeting; in ChatGPT Ads sind Wohnungsinserate untersagt.

KanalErreichtKosten laut PlattformRegel
Google-Suche auf VerkaufsanlassEigentümer mit AnlassKlickpreis je Suchwort, kein MindestbudgetTagesbudget mal 30,4 als Monatsgrenze (Google Ads-Hilfe)
Meta (Facebook, Instagram)Eigentümer im StadtteilEmpfehlung mindestens 5 US-Dollar je TagSonderkategorie Wohnraum: eingeschränktes Targeting
Briefnamentlich bekannte EigentümerPorto 0,95 Euro je StandardbriefArt. 14 und 21 DSGVO: Herkunft der Adresse nennen, Widerspruch beachten
TelefonVerbraucherArbeitszeitohne vorherige ausdrückliche Einwilligung unzulässig, § 7 Abs. 2 Nr. 1 UWG
PortaleKäuferMaklerpakete, Preis nach Regionerreicht keine Verkäufer
Objektvideo, Drohne, ReelsKäufer und ReichweiteProduktionBeweis im Verkäufertermin, kein Akquisekanal
ChatGPT AdsNutzer in Free und Go15 Euro je TagWohnungsinserate untersagt (OpenAI-Werberichtlinien)

Was jeder Kanal im Einzelnen verlangt: Google-Werbung schalten, Facebook- und Instagram-Werbung, ChatGPT Ads und für den Brief Neukunden anschreiben.

Ideen, sortiert

Welche Marketing-Ideen bringen einem Makler Aufträge, und welche nur Reichweite?

Aufträge bringen Ideen, die einen Eigentümer vor dem Verkaufsentschluss erreichen: der Marktbericht für den Stadtteil per Post oder Mail, die Seite „Was ist mein Haus wert“ je Stadtteil, die Eigentümer-Sprechstunde, das Tippgeber-Programm und die Jahres-Sequenz an frühere Käufer. Reichweite bringen Objektvideos, Reels und Portal-Anzeigen; sie zeigen Käufern Objekte und Verkäufern höchstens, dass Sie welche haben.

IdeeWen sie erreichtWann sie Aufträge bringt
Marktbericht je Stadtteil, per Post oder MailEigentümer, die noch nicht verkaufenwenn er regelmäßig kommt, bevor der Anlass da ist
Bewertungsseite je StadtteilEigentümer mit Anlass, die suchenwenn Formular, Rückruf und Nachfass dahinterstehen
Eigentümer-SprechstundeErben, Scheidende, Älterewenn das Thema die Frage des Eigentümers ist, nicht Ihr Angebot
Tippgeber-ProgrammNachbarn, Handwerker, Verwalter, Steuerberaterwenn die Prämie klar ist und nach jedem Abschluss gefragt wird
Jahres-Sequenz an frühere KäuferIhr Bestandwenn sie alle zwei Wochen etwas Nützliches bringt
Objektvideo, Drohne, ReelsKäufer, Followerselten; Beweismaterial für den Verkäufertermin
Portal-Anzeige, Schild, FlyerKäufer, Passantennur bei Flyer und Schild mit Eigentümer-Botschaft, nicht mit Objektangebot

Wie ein Tippgeber-Programm rechtlich sauber aufgesetzt wird, steht auf Empfehlungsmarketing; wie eine Sequenz aus einer Kontaktliste entsteht, auf Kundenliste segmentieren.

Ohne Kaltanruf

Geht Immobilienmakler ohne Kaltakquise?

Ja, und beim Anruf ist es ohnehin keine Wahl: Werbeanrufe bei Verbrauchern ohne vorherige ausdrückliche Einwilligung sind nach § 7 Abs. 2 Nr. 1 UWG unzulässig. Was bleibt, ist wärmer und wirkt besser: der Brief an Eigentümer, deren Name Ihnen vorliegt, die Sequenz an frühere Interessenten, Empfehlungen nach jedem Notartermin und Anzeigen, die der Eigentümer selbst anklickt. Kalt ist dann nur noch das Porto.

Der Brief, richtig gemacht: nur an Empfänger, deren Name und Anschrift geprüft sind. Stammt die Adresse nicht vom Eigentümer selbst, verlangt Art. 14 DSGVO, dass Sie ihm sagen, woher Sie sie haben; nach Art. 21 DSGVO kann er der Werbung widersprechen, und dann ist Schluss. Aus dem eigenen Versand: Briefe „An die Eigentümer“ unter der Objektanschrift kommen zurück oder landen beim Mieter. Muster und Ablauf stehen auf Neukunden anschreiben.

Warum warm besser trägt: Ein Eigentümer beauftragt den Makler, der vorher schon da war: mit dem Marktbericht im Briefkasten, der Antwort auf die Bewertungsanfrage am selben Tag, der Empfehlung des Nachbarn. Kaltakquise versucht, in einem Anruf nachzuholen, was diese Wege über Monate aufbauen.

Rechenweg mit offenen Annahmen

Was kostet ein Alleinauftrag über Anzeigen?

Klickpreis geteilt durch Formularquote ergibt die Bewertungsanfrage, geteilt durch die Mandatsquote den Auftrag. Modellrechnung: Bei 4 Euro je Klick und 3 Prozent Formularquote kostet eine Bewertungsanfrage 133 Euro; wird jede zehnte zum Alleinauftrag, kostet der Auftrag 1.333 Euro, bei jeder zwanzigsten 2.667 Euro. Dem stehen im Beispielszenario der Branchenseite 12.000 Euro Provision je Mandat gegenüber. Ihre Klickpreise holen wir im Audit aus Ihrem Konto.

Klickpreis (Euro, Annahme)Kosten je Bewertungsanfrage bei 3 Prozent (Euro)Kosten je Auftrag bei 10 Prozent Mandatsquote (Euro)bei 5 Prozent Mandatsquote (Euro)
2676671.333
41331.3332.667
82672.6675.333

Modellrechnung: Klickpreise, Formularquote und Mandatsquote sind Annahmen; die Klickpreise für Ihre Verkaufsanlass-Suchworte stehen in Ihrem eigenen Google-Ads-Konto und werden im Audit erhoben. Eigene Werte im Cost-per-Lead-Rechner. Die Provision je Mandat von 12.000 Euro ist das Beispielszenario der Branchenseite, kein Marktwert.

Belege

Quellen und Stand.

  • Bundesministerium der Justiz, § 7 UWG: § 7 UWG, unzumutbare Belästigung: Werbung mit einem Telefonanruf gegenüber einem Verbraucher ohne dessen vorherige ausdrückliche Einwilligung
  • Bundesministerium der Justiz, § 656c BGB: § 656c BGB: Lohnanspruch bei Tätigkeit für beide Parteien beim Verkauf einer Wohnung oder eines Einfamilienhauses nur bei Verpflichtung in gleicher Höhe
  • EUR-Lex, Verordnung (EU) 2016/679: Art. 14 DSGVO (Informationspflicht, wenn die Daten nicht bei der betroffenen Person erhoben wurden) und Art. 21 DSGVO (Widerspruch gegen Direktwerbung)
  • Bundesnetzagentur, Briefporto: Genehmigtes Entgelt für den Standardbrief: 0,95 Euro
  • Meta, Hilfe zu Sonderkategorien: Sonderkategorie Wohnraum: Anzeigen, die Immobilienangebote oder dazugehörige Dienstleistungen bewerben, unterliegen eingeschränkten Targeting-Optionen; Mindestbudgets und weitere Regeln: Meta empfiehlt mindestens 5 US-Dollar je Tag, Google Ads begrenzt den Monat auf Tagesbudget mal 30,4, OpenAI verlangt 15 Euro je Tag und untersagt Wohnungsinserate (Einzelnachweise auf den Kanalseiten)

Stand: 23. September 2026. Rechtsangaben sind unsere Lesart als Makler, keine Rechtsberatung. Klickpreise, Formular- und Mandatsquoten im Rechenbeispiel sind Annahmen; der Wert für „makler leads“ stammt aus dem eigenen Keyword-Planer-Konto vom 22.08.2026. Kontaktzahl und Provision je Mandat sind das Beispielszenario der Branchenseite.

FAQ

Häufige Fragen zur Auftragsgewinnung als Makler.

Wie viele Kontakte braucht ein Makler für einen Auftrag?+
Im Beispielszenario unserer Branchenseite wird aus einem Prozent der Kontakte im Jahr ein Mandat, also aus 100 Kontakten eines und aus 2.500 Kontakten 25. Die Quote hängt daran, ob die Kontakte zwischen Anfrage und Verkaufsanlass von Ihnen hören; ohne Sequenz gehen sie nach dem Exposé verloren. Die Zahl Ihrer Kontakte steht in Ihrem CRM, die Quote zeigt das Audit.
Lohnen sich gekaufte Immobilien-Leads?+
Selten als einziger Weg. Ein gekaufter Lead geht an mehrere Makler, ist unqualifiziert und wird teuer, sobald man Mandate statt Adressen zählt. Für das Suchwort „makler leads“ nennt unser Keyword-Planer-Konto 21,64 Euro je Klick, so viel zahlen Anbieter dafür, dass Makler nach Leads suchen. Eine eigene Bewertungsseite mit Nachfass liefert Anfragen, die nur Sie kennen.
Darf ich Eigentümer einfach anrufen?+
Verbraucher nicht: Werbeanrufe ohne vorherige ausdrückliche Einwilligung sind nach § 7 Abs. 2 Nr. 1 UWG unzulässig. Der Brief ist erlaubt, wenn der Empfänger benannt ist, Sie die Herkunft der Adresse nennen (Art. 14 DSGVO) und einen Widerspruch beachten (Art. 21 DSGVO). Das ist unsere Lesart als Makler, keine Rechtsberatung.
Wie lange dauert es, bis Bestandsarbeit Aufträge bringt?+
Erste Antworten kommen in Wochen, Mandate über Monate, weil ein Verkaufsanlass selten ist und Sie ihn nicht auslösen, sondern nur da sein können, wenn er eintritt. Deshalb läuft die Sequenz ein Jahr lang alle zwei Wochen und nicht drei Wochen lang täglich. Wer sie nach zwei Monaten abbricht, hat bezahlt und nichts bekommen.
Braucht ein Makler Social Media, um Aufträge zu bekommen?+
Für Aufträge nicht, für den Beweis ja: Objektvideos und Referenzen zeigen dem Verkäufer im Termin, dass Sie vermarkten können. Aufträge kommen von Eigentümern, und die erreichen Sie bei Meta nur mit bezahlten Anzeigen im Stadtteil, für die die Sonderkategorie Wohnraum gilt. Posts erreichen Follower, und Follower sind selten Verkäufer.
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