Ratgeber · Immobilienmakler

Immobilien-Leads kaufen: Was ein Lead kostet, was „qualifiziert“ heißt und wann eigene Anfragen günstiger sind.

Immobilien-Leads kaufen heißt, Kontakte mit Absichtssignal von einem Anbieter zu beziehen, statt sie selbst zu erzeugen. Der Preis je Lead sagt wenig; entscheidend ist der Preis je Mandat, und der hängt an Exklusivität, Alter und Qualifizierung. Diese Seite rechnet beides durch, benennt die sechs Fragen an jeden Anbieter und zeigt, wann eigene Anfragen günstiger sind. Stand: 23. September 2026.

Stand: 23. September 2026Preis je Mandat statt je Lead6 Fragen an den Anbieter
Preis je Lead, Preis je Mandat

Was kostet ein Immobilien-Lead?

Beim Kauf, was der Anbieter verlangt; beim eigenen Aufbau, was ein Klick geteilt durch die Formularquote kostet. Beide Preise sagen wenig, solange die Mandatsquote fehlt: Ein Lead für 50 Euro, von dem jeder zwanzigste zum Auftrag wird, kostet 1.000 Euro je Mandat. Was Anbieter für Ihre Aufmerksamkeit zahlen, zeigt unser Keyword-Planer-Konto: 12,89 Euro je Klick für „immobilien leads“, 21,64 Euro für „makler leads“ (Stand 22.08.2026).

Preis je gekauftem Lead (Euro, Annahme)Kosten je Mandat bei 5 Prozent Mandatsquote (Euro)bei 10 Prozent (Euro)bei 20 Prozent (Euro)
501.000500250
1002.0001.000500
2004.0002.0001.000

Modellrechnung: Lead-Preise und Mandatsquoten sind Annahmen, keine Anbieterpreise. Preis je Lead geteilt durch Mandatsquote ergibt die Kosten je Mandat; dem stehen im Beispielszenario der Branchenseite 12.000 Euro Provision je Mandat gegenüber. Die Klickpreise stammen aus dem eigenen Google-Ads-Keyword-Planer-Konto (Gebot für obere Positionen, Stand 22.08.2026); sie zeigen, was Lead-Anbieter zahlen, um von Maklern gefunden zu werden. Wie eine eigene Anfrage gerechnet wird, steht weiter unten.

Begriffe

Was sind Leads bei Immobilien, und was ist ein qualifizierter Lead?

Ein Lead ist ein Kontakt mit einem Absichtssignal: eine Bewertungsanfrage, ein ausgefülltes Formular, eine Rückrufbitte. Qualifiziert ist er, wenn drei Dinge bestätigt sind: Der Kontakt ist Eigentümer, es gibt einen Verkaufsanlass, und es gibt einen Zeitpunkt. Alles davor ist eine Adresse. Anbieter benutzen das Wort „qualifiziert“ unterschiedlich; fragen Sie nach der Definition, bevor Sie nach dem Preis fragen.

StufeWas vorliegtWas noch fehlt
RohkontaktName, Adresse oder Telefonnummerjedes Absichtssignal
BewertungsanfrageObjektdaten und ein Wunsch nach einer Zahlob der Fragende Eigentümer ist und verkaufen will
Qualifizierter LeadEigentümer bestätigt, Verkaufsanlass und Zeitpunkt genanntder Termin
TerminGespräch vereinbart, Objekt bekanntdie Unterschrift
MandatMaklervertrag unterschriebennichts mehr, jetzt beginnt die Vermarktung

Die drei Qualifizierungsfragen gehören ins Formular, nicht ins erste Telefonat: Sind Sie Eigentümer? Was ist der Anlass? Wann soll verkauft werden? Ein Formular ohne diese Fragen liefert Bewertungsanfragen, keine Leads.

Die Entscheidung

Immobilien-Leads kaufen oder selbst generieren?

Kaufen überbrückt, generieren trägt. Gekaufte Leads sind sofort da, gehören dem Anbieter, gehen je nach Vertrag an mehrere Makler und bringen keine Daten in den eigenen Bestand. Eigene Leads brauchen Bewertungsseite, Anzeigen und Nachfass, sind dafür exklusiv, und jeder Kontakt bleibt bei Ihnen, auch der, der erst in zwei Jahren verkauft. Wer kauft, sollte es mit Nachfass-Sequenz tun und mit einer Frist, an der gerechnet wird.

KriteriumGekaufte LeadsSelbst generierte Leads
Verfügbarkeitsofort, solange Sie zahlennach Aufbau von Seite, Anzeigen und Nachfass
Exklusivitätje nach Vertrag, oft mehrere Makler je Leadnur Sie
DatenhoheitAnbieter kennt den Kontakt, Sie bekommen eine KopieKontakt liegt in Ihrer Liste, mit Verlauf
Kosten je MandatPreis je Lead geteilt durch Ihre MandatsquoteKlickpreis geteilt durch Formular- und Mandatsquote
Rechtsgrundlagemuss der Anbieter geschaffen haben: Information des Eigentümers über die Weitergabe (Art. 14 DSGVO)Ihre eigene Einwilligung im Formular (Art. 6 Abs. 1 DSGVO)
Wert nach zwei Jahrennull, der Kontakt ist verbrauchtein Kontakt, der von Ihnen gehört hat

Die Rechnung mit Ihren Zahlen: Rechner auf der Branchenseite. Was wir für Maklerbüros davon bauen, steht auf Onlinemarketing für Immobilienmakler.

Sechs Fragen an den Anbieter

Welche Erfahrungen machen Makler mit gekauften Immobilien-Leads?

Gute wie schlechte Erfahrungen hängen an denselben sechs Punkten: an wie viele Makler der Lead geht, wie alt er ist, woher er stammt, ob der Eigentümer über die Weitergabe informiert wurde, ob unerreichbare Kontakte ersetzt werden und was der Lead am Ende je Mandat gekostet hat. Wer diese sechs Antworten schriftlich hat, bevor er zahlt, erlebt selten Überraschungen. Wer sie nicht bekommt, hat seine Antwort auch.

Frage an den AnbieterWarum sie zähltAntwort, die passt
An wie viele Makler geht dieser Lead?jeder weitere Makler halbiert Ihre Chance und erhöht den Druck auf die Provisionexklusiv, oder eine feste Zahl im Vertrag
Wie alt ist der Lead bei Übergabe?ein Eigentümer mit Anlass hat nach Tagen schon jemandenÜbergabe innerhalb von Stunden, mit Zeitstempel
Woher stammt der Kontakt?Bewertungsportal, Gewinnspiel oder Anzeige liefern verschiedene AbsichtenQuelle je Lead benannt
Wurde der Eigentümer über die Weitergabe informiert?Art. 14 DSGVO verlangt die Information bei Erhebung über Dritte; ohne sie ist Ihr erster Anruf das ProblemNachweis der Information und Rechtsgrundlage
Was passiert mit unerreichbaren Kontakten?falsche Nummern und Scherzanfragen kosten sonst vollErsatz oder Gutschrift innerhalb einer Frist
Was hat der Lead je Mandat gekostet?die einzige Zahl, die den Preis rechtfertigtIhre eigene Zählung nach drei Monaten

Der Anruf beim Eigentümer ist Werbung: Gegenüber Verbrauchern braucht er nach § 7 Abs. 2 Nr. 1 UWG die vorherige ausdrückliche Einwilligung, die der Anbieter eingeholt haben muss; E-Mail-Werbung ebenso (§ 7 Abs. 2 Nr. 2 UWG). Der Eigentümer kann der Nutzung seiner Daten für Werbung jederzeit widersprechen (Art. 21 DSGVO). Das ist unsere Lesart als Makler, keine Rechtsberatung.

Eigene Anfragen

Wie komme ich an Immobilien-Leads, ohne sie zu kaufen?

Mit einer Bewertungsseite je Stadtteil, Anzeigen auf Verkaufsanlässe und einem Rückruf am selben Tag. Modellrechnung: Bei 4 Euro je Klick und 3 Prozent Formularquote kostet eine eigene Bewertungsanfrage 133 Euro; wird jede zehnte zum Mandat, sind das 1.333 Euro je Auftrag, und der Kontakt bleibt in Ihrer Liste. Die vier Wege zum Mandat in ihrer Reihenfolge stehen im Ratgeber Aufträge als Immobilienmakler bekommen.

Die Bausteine: eine Seite je Stadtteil mit Bewertungsformular und den drei Qualifizierungsfragen; Google-Anzeigen auf Suchworte mit Verkaufsanlass (Erbe, Scheidung, Alter, Umzug); Meta-Anzeigen auf Eigentümer im Stadtteil, für die die Sonderkategorie Wohnraum mit eingeschränktem Targeting gilt; Rückruf am selben Tag und Nachfass an Tag 1, 3, 7 und 21; danach die Jahres-Sequenz für alle, die noch nicht verkaufen.

Wo die Rechnung weitergeht: Klickpreise, Formular- und Mandatsquote im Cost-per-Lead-Rechner; die vier Wege zum Mandat auf Aufträge als Immobilienmakler bekommen; die Regeln der Kanäle auf Facebook- und Instagram-Werbung und Google-Werbung schalten.

Zwei Sorten

Eigentümer-Leads oder Käufer-Leads: Welche sind ihr Geld wert?

Eigentümer-Leads, wenn Sie Mandate wollen; Käufer-Leads, wenn Sie einen Bestand für später aufbauen. Ein Eigentümer mit Anlass kann in Wochen zum Mandat werden. Ein Käufer ist ein späterer Verkäufer: Im Beispielszenario der Branchenseite werden aus 2.500 Kontakten bei einem Prozent Verkaufsanlass 25 Mandate im Jahr. Portale und Objektanzeigen liefern Käufer, Bewertungsseiten und Anlass-Kampagnen liefern Eigentümer.

Lead-ArtWoher er kommtWas er wert istWas zu tun ist
Eigentümer-Lead mit AnlassBewertungsseite, Anlass-Kampagne, Briefein mögliches Mandat in WochenRückruf am selben Tag, Termin, Angebot
Eigentümer-Lead ohne AnlassMarktbericht, Sprechstunde, Bewertung aus Neugierein Mandat in Monaten oder JahrenJahres-Sequenz alle zwei Wochen
Käufer-LeadPortal, Objektanzeige, Besichtigungein späterer Verkäufer und ein Tippgeberin die Liste, Sequenz, nach dem Kauf weiter bespielen
Gekaufter Bewertungs-LeadBewertungsportal des Anbietersje nach Exklusivität und Altersechs Fragen an den Anbieter, dann rechnen

Wie aus einer Kontaktliste eine Sequenz wird, steht auf Kundenliste segmentieren; die Zahlen aus dem eigenen Maklerbüro auf peuker_IMMOBILIEN.

Belege

Quellen und Stand.

  • EUR-Lex, Verordnung (EU) 2016/679: Art. 6 Abs. 1 DSGVO (Rechtsgrundlagen), Art. 14 DSGVO (Informationspflicht, wenn die Daten nicht bei der betroffenen Person erhoben wurden) und Art. 21 DSGVO (Widerspruch gegen Direktwerbung)
  • Bundesministerium der Justiz, § 7 UWG: § 7 Abs. 2 UWG: Werbeanruf gegenüber Verbrauchern nur mit vorheriger ausdrücklicher Einwilligung (Nr. 1), elektronische Post ebenso (Nr. 2)
  • Meta, Hilfe zu Sonderkategorien: Sonderkategorie Wohnraum: Anzeigen, die Immobilienangebote oder dazugehörige Dienstleistungen bewerben, unterliegen eingeschränkten Targeting-Optionen
  • Google Ads-Hilfe, Keyword-Planer: Keyword-Planer: Keyword-Prognosen je Suchbegriff als Grundlage der genannten Klickpreise (eigenes Konto, Stand 22.08.2026)

Stand: 23. September 2026. Lead-Preise, Formular- und Mandatsquoten in den Modellrechnungen sind Annahmen, keine Anbieterpreise; Klickpreise aus dem eigenen Keyword-Planer-Konto vom 22.08.2026; Kontaktzahl und Provision je Mandat sind das Beispielszenario der Branchenseite. Rechtsangaben sind unsere Lesart als Makler, keine Rechtsberatung.

FAQ

Häufige Fragen zu Immobilien-Leads.

Was kostet ein qualifizierter Lead?+
Was der Anbieter verlangt, und das ist erst mit der Definition von „qualifiziert“ und der Mandatsquote zu bewerten: Ein Lead, bei dem Eigentümer, Anlass und Zeitpunkt bestätigt sind, darf mehr kosten als eine Bewertungsanfrage, weil aus ihm häufiger ein Mandat wird. Rechnen Sie Preis je Lead geteilt durch Ihre Mandatsquote, dann gegen die Provision.
Sind gekaufte Immobilien-Leads DSGVO-konform?+
Nur wenn der Anbieter die Rechtsgrundlage geschaffen hat: eine Einwilligung des Eigentümers, die die Weitergabe an Makler umfasst, und die Information nach Art. 14 DSGVO darüber, dass seine Daten weitergegeben werden. Für den Anruf gilt zusätzlich § 7 UWG. Lassen Sie sich beides zeigen; das ist unsere Lesart als Makler, keine Rechtsberatung.
Wie viele Leads braucht ein Makler für ein Mandat?+
Das hängt von der Qualifizierung ab. In der Modellrechnung dieser Seite wird bei 10 Prozent Mandatsquote jeder zehnte Lead zum Mandat, bei 5 Prozent jeder zwanzigste; beides sind Annahmen. Ihre eigene Quote steht in Ihrem CRM: Mandate der letzten zwölf Monate geteilt durch Leads derselben Zeit. Diese Zahl entscheidet, was ein Lead kosten darf.
Lohnen sich Leads von Portalen?+
Portale liefern vor allem Käuferkontakte, also Menschen, die ein Objekt suchen, das ein anderer beauftragt hat, und je nach Paket Bewertungsanfragen. Preise hängen von Region und Paket ab. Rechnen Sie auch hier je Mandat, nicht je Kontakt, und zählen Sie Käuferkontakte als Bestand für später, nicht als Mandat für jetzt.
Was ist ein Lead-Generator für Immobilien?+
Eine Bewertungsseite mit Formular, dahinter Anzeigen, die Eigentümer mit Verkaufsanlass darauf führen, und ein Nachfass, der aus der Anfrage einen Termin macht. Das ist kein Werkzeug, das man kauft, sondern ein Prozess, den man aufbaut; wir bauen ihn für Maklerbüros, und er läuft seit 2007 im eigenen Betrieb.
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