Hautarztpraxen haben zwei Recall-Welten: das Hautkrebs-Screening mit festen Intervallen und die ästhetische Medizin, in der Behandlungen wie Botulinumtoxin oder Filler nach vier bis sechs Monaten erneuert werden. Beides wird selten systematisch erinnert. Wir bauen Recall und Kampagnen so, dass die Selbstzahler-Sprechstunde planbar voll ist und die Kassensprechstunde nicht noch voller.
Botox, Filler, Laser: Behandlungen mit klarem Wiederholungsintervall, aber ohne Erinnerung. Patienten wandern zu Ketten, die erinnern.
Hautkrebs-Screening als Kasse- oder IGeL-Leistung hat ein Intervall. Ohne System verschwindet die Hälfte der Patienten zwischen zwei Terminen.
Ästhetik-Anfragen über Portale sind teuer und vergleichen nur den Preis. Eigene Landingpages mit Aufklärung holen die Patienten, die Qualität suchen.
Honorare sind Richtwerte für die Modellrechnung, keine Preisangaben. Ihre Werte kommen aus Ihrer Abrechnung.
| Leistung | Recall / Anlass | Honorar (Annahme) |
|---|---|---|
| Hautkrebs-Screening / Auflichtmikroskopie | Recall 12–24 Monate | Kasse / 30–80 € IGeL |
| Botulinumtoxin | Recall 4–6 Monate | 250–500 € |
| Filler / Hyaluron | Recall 6–12 Monate | 300–800 € |
| Laser (Couperose, Pigment, Haare) | Serien-Recall | 150–400 € je Sitzung |
| Akne-/Rosazea-Privattherapie | Verlaufs-Sequenz | individuell |
Voreingestellt mit typischen Werten für Dermatologie & Ästhetische Medizin. Ziehen Sie die Regler auf Ihre Zahlen.
Kostenfrei · 20 Minuten · kein Mandatszwang
Sie bekommen die Rechnung mit Ihren Werten, die offengelegten Annahmen und den Reaktivierungsplan, den wir selbst fahren, als Mail. Kein Termin nötig, keine Warteschleife.
Screening-Intervalle und Ästhetik-Intervalle getrennt segmentieren, Einwilligungen prüfen, Selbstzahler-Anteil messen.
Screening-Erinnerung im Intervall, Ästhetik-Erinnerung vier Wochen vor Fälligkeit, Saison-Anlässe, Online-Terminlink, Antwort-Tag an die Anmeldung.
Google-Suche und Meta-Aufklärung für Laser und Ästhetik ohne Heilsversprechen, Landingpage mit Ablauf, Kosten und Kurzfragebogen.
Vorqualifizierung, Erinnerungen, Ausfallquote und Wiederkehrquote je Leistung im Monatsreport.
Ästhetische Medizin unterliegt HWG und Berufsordnung: keine Heilsversprechen, keine irreführenden Vorher-Nachher-Darstellungen in der Werbung, sachliche Aufklärung über Ablauf, Risiken und Kosten. Recall an Bestandspatienten mit Einwilligung, Interessenten per Double-Opt-in.
Keine Rechtsberatung. Grenzfälle gehen vor Veröffentlichung an Ihren Berufsrechtsberater oder Ihre Kammer.
Kein Kundenfall, sondern eine nachvollziehbare Rechnung mit denselben Annahmen wie im Rechner.
| Position | Szenario A · 8 % | Szenario B · 12 % |
|---|---|---|
| Kontakte im Bestand | 5.000 | 5.000 |
| Erreichbar (80 %) | 4.000 | 4.000 |
| Quote nach Reaktivierung | 8 % | 12 % |
| Reaktivierte Patienten p. a. | 320 | 480 |
| Ø Wert je Abschluss | 400 € | 400 € |
| Zusatzumsatz p. a. | 128.000 € | 192.000 € |
| Zusatzumsatz p. M. | 10.667 € | 16.000 € |
Vorher: 5.000 Kontakte liegen im System, werden nicht angesprochen und bringen aus dem Bestand 0 €. Nachher: Im Szenario A entstehen 320 zusätzliche Patienten im Jahr, das sind 128.000 € Zusatzumsatz, ohne einen Euro Werbebudget. Szenario B zeigt, was bei 12 % möglich ist.
Beispielszenario: Modellrechnung mit offengelegten Annahmen, keine Kundendaten, keine Ergebniszusage. Ihre Zahlen rechnen wir im Audit mit Ihrem Export nach.
Eigene Werte einsetzenKaufkraft: Verfügbares Einkommen der privaten Haushalte je Einwohner 2023, VGR der Länder (München 38.190 €, Bundesdurchschnitt 28.452 €). Ärztezahlen: Bayerische Landesärztekammer, Jahresstatistik 2025 für Oberbayern.
Eine Hautarztpraxis in München bedient zwei Märkte gleichzeitig: Kassenpatienten mit Wartezeiten von Monaten und Selbstzahler für ästhetische Leistungen, die morgen einen Termin wollen. In einem Einzugsgebiet mit 1.505.036 Einwohnern im Stadtgebiet und rund 6,2 Millionen in der Metropolregion ist die zweite Gruppe groß genug, um sie eigenständig anzusprechen — aber nur, wenn die Kartei das trennt.
Praktisch heißt das: Wer Botulinum oder Laser bewirbt, darf dieselbe Mail nicht an Patienten schicken, die wegen Neurodermitis in Behandlung sind. Das ist kein Feingefühl, sondern Heilmittelwerberecht.
Aus der eigenen Kartei zuerst. Die Modellrechnung dieser Seite setzt 5.000 Kontakte an, davon 80 Prozent erreichbar, also 4.000; bei 8 Prozent Quote sind das 320 Patienten im Jahr und bei 400 Euro Durchschnittswert 128.000 Euro, umgerechnet 10.667 Euro im Monat. Recall-Potenzial haben die Leistungen mit festem Intervall: Botulinumtoxin nach vier bis sechs Monaten, Filler nach sechs bis zwölf, Laserserien nach Plan.
Alle Größen darin sind Annahmen und keine Zusage: 80 Prozent Erreichbarkeit, 8 Prozent Quote, 400 Euro je reaktiviertem Patienten. Szenario B derselben Modellrechnung setzt 12 Prozent an und kommt auf 480 Patienten und 192.000 Euro im Jahr. Ihre eigenen Werte stehen im Praxisverwaltungssystem und in der Abrechnung; die automatisierte Kunden-Reaktivierung arbeitet mit genau diesem Export.
Wichtiger als die Quote ist die Trennung der beiden Recall-Welten. Das Screening folgt einem Takt, den eine Richtlinie vorgibt, die Ästhetik folgt der Wirkdauer des Präparats. Wer beides in eine Liste wirft, erinnert die Screening-Gruppe zu oft und die Botulinumtoxin-Gruppe zu spät. Wie eine einzelne Selbstzahler-Strecke von der Auswahl bis zur Kennzahl aufgebaut wird, steht im Ratgeber Privatpatienten gewinnen.
Im Zwei-Jahres-Takt, aber kalenderjahrgenau gerechnet. Nach § 29 Abs. 1 der Krebsfrüherkennungs-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses haben Versicherte ab dem Alter von 35 Jahren jedes zweite Jahr Anspruch auf die Früherkennung von Hautkrebs. Absatz 2 stellt klar, dass eine erneute Untersuchung erst nach Ablauf des auf die vorangegangene folgenden Kalenderjahres möglich ist. Für den Versand per E-Mail gilt zusätzlich § 7 Abs. 3 UWG.
Dieser Unterschied entscheidet im Recall. Wer die Erinnerung schlicht 24 Monate nach dem Termin verschickt, liegt bei einer Untersuchung im März 2026 zu spät: der Anspruch entsteht am 1. Januar 2028, die Erinnerung käme erst im März 2028. Die Segmentierung läuft deshalb über das Kalenderjahr der letzten Untersuchung und nicht über das Tagesdatum, und die Erinnerung geht im Januar des Anspruchsjahres raus.
Für den Versand per E-Mail trennt § 7 Abs. 3 UWG zwei Fälle. Hat der Unternehmer die elektronische Postadresse im Zusammenhang mit dem Verkauf einer Ware oder Dienstleistung von dem Kunden erhalten, verwendet er sie zur Direktwerbung für eigene ähnliche Waren oder Dienstleistungen, hat der Kunde der Verwendung nicht widersprochen und wird er bei Erhebung der Adresse und bei jeder Verwendung klar und deutlich auf sein Widerspruchsrecht hingewiesen, ist keine gesonderte Einwilligung nötig. Fehlt eine der vier Bedingungen, führt der Weg über das Double-Opt-in. Die Bedingungen im Wortlaut stehen im Ratgeber E-Mail-Marketing und DSGVO im B2B.
Sachliche Information über Leistung, Ablauf, Risiken und Kosten. Das Vorher-Nachher-Verbot des § 11 Abs. 1 Satz 3 Nr. 1 HWG greift hier nicht: es gilt für die in § 1 Abs. 1 Nr. 2 Buchstabe c HWG genannten operativen plastisch-chirurgischen Eingriffe ohne medizinische Notwendigkeit. Botulinumtoxin, Filler und Laser sind nicht operativ. Die Grenze zieht dort § 11 Abs. 1 Satz 1 Nr. 5 HWG.
Nummer 5 untersagt außerhalb der Fachkreise eine bildliche Darstellung, die in missbräuchlicher, abstoßender oder irreführender Weise Veränderungen des menschlichen Körpers auf Grund von Krankheiten oder Schädigungen verwendet. Anders als beim operativen Verbot steht hier also eine Bewertung davor. Ein Bildpaar kippt über die Irreführung: ungleiches Licht, ungleicher Aufnahmewinkel oder ein Ergebnis aus mehreren Sitzungen, das wie das Ergebnis einer einzigen aussieht.
Praktisch folgt daraus zweierlei. Die Praxis braucht je Motiv eine Zuordnung, ob die beworbene Leistung operativ ist; für die operative Seite gilt das strengere Verbot, das auf Plastische und Ästhetische Chirurgie ausgeschrieben ist. Und sie braucht eine Fassung, die ohne Bildpaar auskommt: Ablauf, Zahl der Sitzungen, Ausfallzeit, Kostenrahmen. Welche Fundstelle für welchen Fall gilt, steht gesammelt unter Privatpatienten gewinnen. Das ist keine Rechtsberatung; was im Einzelfall zulässig ist, entscheidet die zuständige Landesärztekammer.
Weil dieselbe Seite zwei verschiedene Aufgaben hat. Die Kassenleistung wird gesucht, wenn die Beschwerde da ist; die Selbstzahler-Leistung wird verglichen, bevor jemand sie überhaupt will. Für den Vergleich fehlt auf den meisten Praxisseiten das, wonach verglichen wird: Ablauf, Zahl der Sitzungen, Ausfallzeit und Kostenrahmen je Behandlung. Ohne diese vier Angaben endet der Besuch vor dem Formular.
Die vier Angaben sind keine Preisliste, sondern der Vergleichsrahmen. Ablauf heißt: was an dem Termin passiert und was davor nötig ist. Zahl der Sitzungen heißt: ob es bei einem Termin bleibt. Ausfallzeit heißt: wie viele Tage jemand einplanen muss. Kostenrahmen heißt: eine Spanne mit Bezugsgröße, also je Sitzung oder je Serie. Fehlt eine der vier, wandert die Frage in die Telefonzeit der Anmeldung, und dort wird sie selten zum Termin.
Die ästhetische Seite trägt dabei eine Grenze mit, die den Text mitbestimmt. Weil ein Bildpaar außerhalb der Fachkreise der Bewertung als missbräuchlich, abstoßend oder irreführend offensteht, muss die Seite ohne Vorher-Nachher-Bild überzeugen, und das leistet der beschriebene Ablauf. Warum zusätzliche Sichtbarkeit einen fehlenden Weg nicht ersetzt, ist mit der eigenen Messung dieser Domain auf Praxismarketing für Fachärzte ausgeschrieben; welche Kennzahl an welcher Stelle zählt, rechnet der Cost-per-Lead-Rechner.
Über die Dauer der Beziehung, nicht über die Zahl der Termine. Der Kundenwert-Rechner multipliziert Wert je Behandlung mal Behandlungen im Jahr mal Dauer mal Deckungsbeitragsquote. Mit 400 Euro, zwei Behandlungen, fünf Jahren und 35 Prozent ergibt diese Modellrechnung 1.400 Euro je Patient. Hält die Beziehung acht Jahre statt fünf, sind es 2.240 Euro, bei unverändertem Kalender.
Vier Annahmen stecken darin und gehören ausgetauscht: 400 Euro sind der Wert, mit dem die Modellrechnung dieser Seite arbeitet, 35 Prozent die Deckungsbeitragsquote des Kundenwert-Rechners. Aus 1.400 Euro folgt, was die Gewinnung kosten darf: bei den dort gesetzten Schwellen von 20 bis 50 Prozent sind das 280 bis 700 Euro je neuem Patienten.
Der Hebel für die Dauer ist der Takt, nicht das Angebot. Eine Botulinumtoxin-Behandlung, an die nach vier bis sechs Monaten niemand erinnert, wird nicht seltener nachgefragt, sie wird woanders gemacht. Deshalb liegt die Erinnerung vier Wochen vor der Fälligkeit und nicht danach. Was ein verlorener Patient kostet, ist dieselbe Rechnung mit umgekehrtem Vorzeichen.
Stand: 7. September 2026. Zahlen aus dem eigenen Google-Ads-Keyword-Planer-Konto sind im Text als solche gekennzeichnet.
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