Rechner · Kundenwert und Akquisekosten · Stand 6. September 2026

Kundenwert-Rechner: was ein Kunde über die ganze Beziehung einbringt.

Der Kundenwert ist der Deckungsbeitrag, den ein Kunde über die gesamte Geschäftsbeziehung bringt. 3.000 Euro Auftragswert, 1,2 Aufträge im Jahr, fünf Jahre Dauer und 35 Prozent Deckungsbeitragsquote ergeben 6.300 Euro. Daraus folgt, was die Gewinnung kosten darf und was ein verlorener Kunde kostet.

Stand: 6. September 2026Deckungsbeitrag statt UmsatzRechnet ohne Datenübertragung
Der Rechner

Rechnen Sie mit Ihren eigenen Zahlen.

Alle Berechnungen laufen in Ihrem Browser. Keine Eingabe verlässt Ihr Gerät, solange Sie kein Formular absenden. Senden Sie die Potenzial-Analyse ab, geht die Ergebniszeile dieses Werkzeugs mit, damit wir über Ihre Zahlen sprechen und nicht über Durchschnitte.

Kundenwert-Rechner

Fünf Werte, ein offener Rechenweg. Voreinstellungen sind Annahmen.

Beispiel-Ausgangslage einsetzen:

Drei Ausgangslagen als Annahme, keine Branchenstatistik. Die eigenen Werte stehen in der Rechnungsliste der letzten Jahre.

Netto je Auftrag oder Mandat. Steht in der Buchhaltung als Umsatz geteilt durch Anzahl Rechnungen.

50 €100.000 €

Wie oft ein Kunde im Jahr kauft. Bei Wartungsverträgen höher, bei einmaligen Bauleistungen deutlich niedriger.

0,112

Wie lange ein Kunde im Schnitt bleibt. Ergibt sich aus dem Abstand zwischen erster und letzter Rechnung.

0,5 Jahre25 Jahre

Anteil des Umsatzes, der nach Material, Fremdleistung und Arbeitszeit übrig bleibt. Annahme 35 Prozent.

5 %95 %

Anteil eines zusätzlichen Kunden, den ein Kunde im Schnitt empfiehlt. 30 Prozent heißt: aus zehn Kunden werden drei Empfehlungen.

0 %200 %
Offene Annahmen. Die drei Schwellen 20, 33 und 50 Prozent für tragbare Akquisekosten sind Annahmen und keine Norm; sie stehen als Bandbreite da, weil jeder Betrieb einen anderen Kapitalbedarf hat. Der Rechner arbeitet ohne Abzinsung, rechnet also einen Euro in fünf Jahren wie einen Euro heute. Empfehlungen sind als Anteil eines zusätzlichen Kunden angesetzt, nicht als gemessene Quote.
Kundenwert
6.300 €
Umsatz je Kunde 18.000 € · Wert je Monat 105 €
Deckungsbeitrag über die ganze Beziehung
Umsatz je Kunde
18.000 €
über die gesamte Dauer, netto
Wert je Monat
105 €
Kundenwert auf die Monate verteilt
Akquise tragbar bei 33 %
2.079 €
33 Prozent des Kundenwerts, gesetzte Annahme
Ein verlorener Kunde kostet
8.190 €
Kundenwert plus entgangene Empfehlungen
Diese Zahlen in der Potenzial-Analyse prüfen

Kostenfrei · 20 Minuten · kein Mandatszwang

Der Rechenweg, Schritt für Schritt
SchrittRechnung (€ / % / Jahre)Ergebnis (€)
Umsatz je Kunde und Jahr3.000 € × 1,23.600 €
Umsatz über die Beziehung3.600 € × 5 Jahre18.000 €
Kundenwert, Deckungsbeitrag18.000 € × 35 %6.300 €
Wert je Monat6.300 € ÷ 5 Jahre ÷ 12105 €
Akquise tragbar bei 20 %6.300 € × 20 %1.260 €
Akquise tragbar bei 33 %6.300 € × 33 %2.079 €
Akquise tragbar bei 50 %6.300 € × 50 %3.150 €
Wert der Empfehlungen6.300 € × 30 %1.890 €
Verlorener Kunde6.300 € + 1.890 €8.190 €
Definition und Formel

So rechnet das Werkzeug.

Der Kundenwert ist die Summe aller Deckungsbeiträge, die ein Kunde über die gesamte Geschäftsbeziehung hinterlässt. Nicht der Umsatz, sondern das, was nach Material, Fremdleistung und Arbeitszeit übrig bleibt. Wer mit Umsatz rechnet, hält bei 35 Prozent Marge fast das Dreifache für tragbar und zahlt es auch.

Der Weg ist kurz. Auftragswert mal Aufträge je Jahr ergibt den Jahresumsatz je Kunde. Mal Dauer ergibt den Umsatz über die Beziehung. Mal Deckungsbeitragsquote ergibt den Kundenwert. Die drei Werte für die Dauer und die Häufigkeit stehen in Ihrer Rechnungsliste, Sie brauchen dafür keine Marktforschung.

Danach dreht der Rechner die Frage um. Was darf die Gewinnung eines solchen Kunden kosten, und was kostet es, ihn zu verlieren? Der zweite Wert ist die Brücke zur Reaktivierung: Ein Kunde, der seit zwei Jahren nichts mehr gekauft hat, ist kein verlorener Umsatz, sondern ein liegengebliebener Kundenwert.

Kurz gerechnet

Wie berechnet man den Kundenwert richtig?

Auftragswert mal Aufträge je Jahr mal Dauer mal Deckungsbeitragsquote. Bei 3.000 Euro, 1,2 Aufträgen, fünf Jahren und 35 Prozent ergibt das 6.300 Euro. Entscheidend ist der letzte Faktor: Ohne ihn rechnen Sie mit 18.000 Euro Umsatz und halten Akquisekosten für tragbar, die Ihr Ergebnis auffressen.

Die Obergrenze

Was darf die Gewinnung eines Kunden kosten?

Ein Teil seines Kundenwerts, und wie groß dieser Teil ist, entscheidet Ihr Kapitalbedarf. Der Rechner zeigt drei Annahmen: 20, 33 und 50 Prozent. Bei 6.300 Euro Kundenwert sind das 1.260, 2.079 und 3.150 Euro. Wer schnell wachsen will und Geld dafür hat, geht nach oben, wer aus dem Umlauf finanziert, bleibt unten.

Der Monatsblick

Warum ist der Wert je Monat die nützlichere Zahl?

Weil er sich mit laufenden Kosten vergleichen lässt. 6.300 Euro über fünf Jahre sind 105 Euro im Monat. Neben dieser Zahl wird sichtbar, was ein Werkzeugabo, eine Betreuungspauschale oder eine Stunde Nacharbeit im Monat je Kunde bedeuten. Große Summen über lange Zeiträume verführen zu Entscheidungen, die im Monatsvergleich sofort auffallen.

Der Verlust

Was kostet ein verlorener Kunde tatsächlich?

Mehr als seinen Kundenwert, weil die Empfehlungen mitgehen. In der Voreinstellung kommen zu 6.300 Euro noch 1.890 Euro entgangene Empfehlungen, zusammen 8.190 Euro. Diese Zahl ist der Grund, warum sich das Anschreiben ruhender Kontakte fast immer vor der nächsten Anzeigenkampagne lohnt: Der Bestand verursacht keine Klickkosten.

Checkliste

Welche Zahlen brauchen Sie aus dem eigenen System?

Vier, und alle vier liegen in der Buchhaltung. Umsatz geteilt durch Rechnungen ergibt den Auftragswert. Rechnungen geteilt durch Kunden und Jahre ergibt die Häufigkeit. Der Abstand zwischen erster und letzter Rechnung ergibt die Dauer. Die Deckungsbeitragsquote kommt aus der Auswertung. Die Liste unten geht den Export Schritt für Schritt durch.

  • Rechnungsliste der letzten fünf Jahre als CSV exportieren, mit Kundennummer und Datum
  • Umsatz geteilt durch Anzahl Rechnungen ergibt den durchschnittlichen Auftragswert
  • Rechnungen je Kunde geteilt durch die Jahre ergibt die Häufigkeit
  • Abstand zwischen erster und letzter Rechnung je Kunde ergibt die Dauer der Beziehung
  • Deckungsbeitragsquote aus der Betriebswirtschaftlichen Auswertung übernehmen, nicht schätzen
  • Kunden ohne Zweitauftrag getrennt auswerten, sie verzerren den Durchschnitt nach unten
  • Kunden mit dem höchsten Kundenwert markieren und in der Ansprache zuerst bedienen
Modellrechnung

Eine Modellrechnung mit offenen Annahmen.

PositionWert (€ / % / Jahre)Woher der Wert kommt
Durchschnittlicher Auftragswert3.000 €Annahme, entspricht der Voreinstellung im Umsatzlecken-Rechner
Aufträge je Kunde und Jahr1,2Annahme, frei gewählt
Dauer der Geschäftsbeziehung5 JahreAnnahme, frei gewählt
Umsatz je Kunde und Jahr3.600 €3.000 € mal 1,2
Umsatz über die Beziehung18.000 €3.600 € mal 5 Jahre
Deckungsbeitragsquote35 %Annahme, aus der Auswertung zu ersetzen
Kundenwert6.300 €18.000 € mal 35 %
Wert je Monat105 €6.300 € geteilt durch 60 Monate
Akquise tragbar bei 20 %1.260 €6.300 € mal 20 %
Akquise tragbar bei 33 %2.079 €6.300 € mal 33 %
Akquise tragbar bei 50 %3.150 €6.300 € mal 50 %
Wert der Empfehlungen1.890 €6.300 € mal 30 %
Ein verlorener Kunde kostet8.190 €6.300 € plus 1.890 €

Modellrechnung mit offengelegten Annahmen, keine Ergebniszusage. Ohne Abzinsung gerechnet. Die drei Schwellen für tragbare Akquisekosten sind Annahmen und keine betriebswirtschaftliche Norm.

Belege

Quellen und Stand.

  • Zum Begriff Lifetime-Wert in Analysewerkzeugen und zu seiner Berechnung über Umsatz statt Deckungsbeitrag: Google-Analytics-Hilfe, Lifetime-Wert, abgerufen am 06.09.2026.
  • Ansatz für die eigene Arbeitszeit in der Akquise, durchschnittlicher Bruttostundenverdienst 26,76 Euro im April 2025: Statistisches Bundesamt, abgerufen am 06.09.2026.
  • Klickpreise als Vergleichsgröße für die Gewinnung neuer Kunden, eigenes Google-Ads-Keyword-Planer-Konto, Stand 22.08.2026, zur Funktionsweise: Google-Ads-Hilfe, Keyword-Planer verwenden.

Stand: 6. September 2026. Auftragswert, Häufigkeit und Dauer sind betriebsindividuell und stehen in Ihrer eigenen Rechnungsliste.

FAQ

Häufige Fragen zum Kundenwert-Rechner.

Ist der Kundenwert dasselbe wie der Customer Lifetime Value?+
Ja, dieser Rechner meint dieselbe Größe. Der englische Begriff taucht in Analysewerkzeugen auf, etwa im Lifetime-Wert-Bericht von Google Analytics. Der Unterschied liegt meist im Detail: Viele Werkzeuge rechnen mit Umsatz, dieser Rechner mit Deckungsbeitrag, weil nur der eine Entscheidungsgrundlage ist.
Warum rechnet der Rechner ohne Abzinsung?+
Weil die Zahl sonst zwei Annahmen mehr braucht, den Kalkulationszins und die Verteilung über die Jahre, ohne an der Entscheidung viel zu ändern. Bei fünf Jahren und üblichen Zinssätzen liegt der Unterschied im niedrigen zweistelligen Prozentbereich. Wer ihn braucht, zieht ihn vom Ergebnis ab.
Wie komme ich an die Dauer der Geschäftsbeziehung?+
Aus dem Rechnungsexport. Erste und letzte Rechnung je Kunde, Differenz in Jahren, Median über alle Kunden mit mindestens zwei Rechnungen. Der Median ist belastbarer als der Mittelwert, weil einzelne sehr alte Kunden das Ergebnis sonst nach oben ziehen. Kunden mit nur einer Rechnung werden getrennt betrachtet.
Was hat der Kundenwert mit Reaktivierung zu tun?+
Er beziffert, was ein ruhender Kontakt wert ist. Ein Kunde, dessen letzter Auftrag zwei Jahre zurückliegt, ist in dieser Rechnung nicht verloren, sondern liegt still. Die Ansprache dieses Bestands kostet Arbeitszeit und Porto, aber keine Klickkosten. Deshalb steht sie in unserer Reihenfolge vor der nächsten Anzeigenkampagne.
Verlassen meine Eingaben den Browser?+
Nein. Alle Berechnungen laufen lokal, es wird nichts übertragen. Erst mit dem Absenden der Potenzial-Analyse geht eine Ergebniszeile als Notiz mit. Sie können den Rechner also mit echten Zahlen aus der Buchhaltung bedienen, ohne dass diese Werte unser Haus je erreichen.
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