Google Ads oder Meta Ads im B2B: Google fängt bestehende Nachfrage ab, in unseren Zielgruppen zu Klickpreisen von 7,77 bis 41 Euro (eigenes Keyword-Planer-Konto, Stand 22.08.2026). Meta erzeugt Nachfrage bei Menschen, die gerade nicht suchen. Die Entscheidung hängt an vier Größen: Erklärungsbedarf, Auftragswert, Suchvolumen und Datengrundlage. Hier steht die Kanalentscheidung mit Kriterienliste, nicht unser Angebot.
Google Ads, wenn Ihre Leistung gesucht wird und der Auftragswert den Klickpreis trägt. Meta Ads, wenn die Leistung erklärt werden muss, bevor jemand sie sucht, und Sie eine Datengrundlage für die Zielgruppe haben. Bei 7,77 Euro Klickpreis im Handwerk ist Google die naheliegende Wahl, bei 41 Euro für leadgenerierung b2b lohnt vorher die Frage, ob Meta dieselbe qualifizierte Anfrage günstiger liefert.
Google Ads ist das Anzeigensystem von Google, das Textanzeigen zu Suchanfragen ausspielt, für die Sie Keywords gebucht haben; je Suchanfrage läuft eine Auktion, und der Anzeigenrang ergibt sich aus Gebot, Anzeigenqualität, Grenzwerten und dem Kontext der Suche. Meta Ads sind die Anzeigen auf Facebook und Instagram, die nach Zielgruppenmerkmalen ausgeliefert werden; eine Auktion läuft, sobald einer Person eine Anzeige gezeigt werden kann, und es gewinnt die Anzeige mit dem höchsten Gesamtwert aus Gebot, geschätzter Handlungsrate und Anzeigenqualität.
Diese Seite vergleicht die zwei Kanäle als Entscheidung. Was wir daraus als Leistung bauen, steht auf Performance-Marketing und B2B-Leadgenerierung. Woraus sich der Preis einer Anfrage zusammensetzt, rechnet Was eine B2B-Anfrage kostet vor. Ob überhaupt Klickbudget fließen sollte, bevor der eigene Bestand aktiviert ist, steht auf Bestandskunden oder Neukunden.
Braucht der Kunde eine Erklärung, bevor er weiß, dass er Sie braucht? Ein Heizungsnotdienst nein, eine Prozessberatung ja. Je höher der Erklärungsbedarf, desto eher Meta mit Video, Karussell oder Whitepaper.
Trägt der Auftrag den Klickpreis? Bei 41 Euro je Klick und 3 Prozent Formularquote kostet eine Anfrage rechnerisch 1.367 Euro. Unter einem vierstelligen Deckungsbeitrag je Auftrag ist das kein Kanal, sondern ein Loch.
Gibt es Suchanfragen? Der Keyword-Planer zeigt in unserem Konto für werbung für handwerker 100 bis 1.000 Anfragen im Monat, für tierarzt marketing 10 bis 100. Ohne Volumen kann Google nichts ausliefern, Meta braucht es nicht.
Was haben Sie für die Zielgruppe in der Hand? Eine Kundenliste mit Einwilligung, Website-Besucher mit gesetztem Pixel, ein Video, das die Leistung erklärt. Meta ohne Datengrundlage streut, Google ohne Conversion-Tracking lernt nichts.
Wenn Menschen Ihre Leistung mit einem konkreten Begriff suchen und der Auftrag den Klickpreis trägt. Das trifft auf Notfälle, Ersatzbedarf und Pflichtleistungen zu: Heizung ausgefallen, Zahn abgebrochen, Steuererklärung überfällig, Haus zu verkaufen. Google liefert die Anzeige in dem Moment, in dem das Problem akut ist; deshalb ist die Anfrage konkreter und der Klick teurer, in unseren Zielgruppen zwischen 7,77 und 41 Euro.
Suchkampagne vor allem anderen. Google bietet Such-, Display-, Video- und Performance-Max-Kampagnen an. Für einen Betrieb mit begrenztem Budget zählt die Suchkampagne: Sie erreicht nach Googles eigener Beschreibung Nutzer, die aktiv nach Produkten und Dienstleistungen suchen. Display und Video kaufen Reichweite, und Reichweite ist genau das, was Meta günstiger verkauft.
Der Preis entsteht je Suchanfrage. Für jede Suche läuft eine Auktion. Der Anzeigenrang ergibt sich laut Google-Ads-Hilfe aus Gebot, Qualität der Anzeige, Grenzwerten für den Anzeigenrang, Kontext der Suchanfrage und den erwarteten Auswirkungen von Erweiterungen. Eine relevantere Anzeige mit passender Landingpage kann deshalb einen höheren Bieter zu einem niedrigeren Preis schlagen. Der Klickpreis ist keine Listenzahl, sondern das Ergebnis des Wettbewerbs um genau dieses Keyword.
Was der Keyword-Planer verrät und was nicht. Unser Konto zeigt für werbung für handwerker 100 bis 1.000 Suchanfragen im Monat bei 7,77 Euro Gebot für den oberen Seitenbereich, für steuerberater marketing 10 bis 100 Anfragen bei rund 21 Euro (Stand 22.08.2026). Ohne aktive Ausgaben liefert der Planer Spannen statt exakter Werte, und als sensibel eingestufte Begriffe zeigt er gar nicht: zahnarzt recall und privatpatienten gewinnen hat er entfernt. Für Praxen heißt das, das Suchvolumen vor dem Start über Autocomplete und die Search Console zu prüfen.
Wo Google verliert. Bei Leistungen, die niemand sucht, weil niemand weiß, dass es sie gibt. Wer eine neue Beratungsleistung, ein Verfahren oder ein Abo-Modell anbietet, findet im Planer unter zehn Anfragen im Monat; dann bezahlt jede Suchkampagne Streuung auf Nachbarbegriffen.
Wenn die Leistung erklärt werden muss, bevor jemand danach sucht, wenn das Suchvolumen unter 100 Anfragen im Monat liegt oder wenn der Klickpreis bei Google den Auftragswert sprengt. Meta liefert Anzeigen nach Zielgruppenmerkmalen aus, nicht nach Suchbegriff. Das erzeugt Nachfrage bei Menschen mit erkennbarem Problem, die noch nicht suchen, und es braucht dafür Videos, Karussells oder ein Lead-Formular, das qualifiziert.
Die Auktion läuft um die Person, nicht um das Wort. Laut Meta-Hilfebereich findet eine Auktion statt, sobald jemandem eine Anzeige gezeigt werden kann; es gewinnt die Anzeige mit dem höchsten Gesamtwert aus Gebot, geschätzter Handlungsrate und Anzeigenqualität. Ihr Klickpreis hängt also davon ab, wer sonst noch dieselben Menschen erreichen will, und nicht davon, wonach diese Menschen suchen. Deshalb gibt es für Meta keinen Klickpreis je Branche, den man vorher nachschlagen könnte.
Die Lernphase braucht Ergebnisse. Meta beendet die Lernphase einer Anzeigengruppe nach eigener Angabe normalerweise nach etwa 50 Ergebnissen in der Woche nach der letzten wesentlichen Änderung; bis dahin ist die Auslieferung weniger stabil und der Preis je Ergebnis höher. Wer zehn Anfragen im Monat erwartet, erreicht diese Schwelle mit dem Ereignis Anfrage nie. Dann optimiert man auf ein früheres Ereignis, etwa den Landingpage-Aufruf oder den Formularstart, und qualifiziert danach von Hand.
Drei Werkzeuge, die Google so nicht hat. Lead Ads mit Instant-Formular füllen Name und E-Mail aus dem Profil vor und liefern die Anfrage, ohne dass jemand Ihre Website betritt; dazu kommen Click-to-Call und Click-to-Message. Custom Audiences aus Ihrer Kundenliste treffen Menschen, die Sie kennen; Lookalike Audiences suchen Menschen, die diesen Kunden ähneln. Für Wohnraum, Jobangebote und Finanzprodukte sind Lookalikes laut Meta nicht oder nur eingeschränkt verfügbar.
Wo Meta verliert. Bei akutem Bedarf. Wer nachts einen Wasserschaden hat, scrollt nicht durch Instagram, er sucht. Und bei Betrieben ohne Material: Ohne Video, ohne Bild aus der eigenen Arbeit und ohne Landingpage kauft man bei Meta Reichweite für Fremde.

In den eigenen Konten kostet der Meta-Klick weniger, dafür meldet sich über ein Instant-Formular auch, wer nur neugierig war. Eine Anfrage, die Freitagabend über das Formular kommt und Montag früh zurückgerufen wird, ist bis dahin oft kalt. Bei Google ruft an, wer gerade ein Problem hat, und bezahlt mit dem Klickpreis dafür, dass ich in dem Moment da bin. Deshalb entscheide ich nicht nach Kanal, sondern nach dem Satz im Kopf des Kunden. Ich brauche jetzt jemanden, das geht zu Google. Wäre gut, wenn sich mal jemand darum kümmert, das geht zu Meta.
Elf Kriterien, die sich vor dem Start prüfen lassen: Auslöser, Preisbildung, Klickpreis, Erklärungsbedarf, Suchvolumen, Zeit bis zu belastbaren Daten, Anfragequalität, Rechtsrahmen, Datengrundlage, Retargeting und der typische Fehler. Die vierte Spalte sagt, für welchen Kanal das Kriterium ausschlägt. Zählen Sie nicht die Spalten, sondern prüfen Sie, welche drei Kriterien in Ihrem Betrieb das Geld bewegen: meist Klickpreis, Suchvolumen und Auftragswert.
| Kriterium | Google Ads | Meta Ads | Ausschlag für |
|---|---|---|---|
| Auslöser der Anzeige | eine Suchanfrage mit einem gebuchten Keyword | Zielgruppenmerkmale, Interessen, Kundenliste oder Lookalike; keine Suchabsicht nötig | Google bei vorhandener Nachfrage, Meta ohne |
| Auktion und Preisbildung | je Suchanfrage; Anzeigenrang aus Gebot, Anzeigenqualität, Grenzwerten und Kontext der Suche | je Auslieferungsgelegenheit; Gesamtwert aus Gebot, geschätzter Handlungsrate und Anzeigenqualität | unentschieden, beides Auktionen mit Qualitätsanteil |
| Klickpreis in unseren Zielgruppen (€) | 7,77 bis 41 € für den oberen Seitenbereich, eigenes Konto, Stand 22.08.2026 | kein eigener Wert veröffentlicht; der Preis folgt dem Wettbewerb um die Zielgruppe und steht erst nach dem Test fest | Google, weil vorher kalkulierbar |
| Erklärungsbedarf der Leistung | gering bis mittel; wer sucht, weiß, was er will | hoch; Video und Karussell erklären, bevor jemand sucht | Meta bei neuen oder erklärungsbedürftigen Leistungen |
| Suchvolumen als Voraussetzung | Pflicht; ohne Suchanfragen keine Auslieferung | keine; Reichweite kommt aus der Zielgruppengröße | Meta unter 100 Suchanfragen im Monat |
| Zeit bis zu belastbaren Daten | Smart-Bidding-Lernphase 7 bis 14 Tage (Google-Ads-Hilfe) | Lernphase endet nach etwa 50 Ergebnissen je Woche (Meta-Hilfebereich) | Google bei kleinen Anfragezahlen |
| Anfragequalität und Formularhürde | Formular auf Ihrer Landingpage; wer ausfüllt, hat vorher gesucht | Instant-Formular mit vorausgefüllten Feldern; bequem, deshalb mehr Unverbindliches | Google bei kaufnahen Anfragen; Meta nur mit Qualifizierungsfragen |
| Rechtsrahmen und Sonderkategorien | Branchenrichtlinien; als sensibel eingestufte Gesundheitsbegriffe fehlen im Keyword-Planer | spezielle Anzeigenkategorien für Wohnraum, Jobangebote und Finanzprodukte mit eingeschränktem Targeting; keine Aussagen über Gesundheit oder Finanzlage der Person | Google bei Praxen und Kanzleien; Makler prüfen die Kategorie Wohnraum |
| Datengrundlage und Messung | Conversion-Tracking auf der Landingpage; Offline-Abschlüsse bis 90 Tage nach dem Klick importierbar | Meta-Pixel und Conversions API; das Pixel darf keine Gesundheits- und Finanzdaten übermitteln | beide nur mit Einwilligung nach § 25 TDDDG |
| Retargeting und Bestand | Remarketing auf Website-Besucher in Suche und Display | Custom Audience aus der Kundenliste, Lookalike ab dieser Liste | Meta, sobald eine Kundenliste mit Einwilligung existiert |
| Typischer Fehler | Anzeige auf die Startseite statt auf eine eigene Landingpage | Reichweite kaufen und Anfragen erwarten; Lernphase durch tägliche Änderungen zurücksetzen | beide vermeidbar, beide teuer |
Bei Google in unseren Zielgruppen zwischen 7,77 Euro (werbung für handwerker) und 41 Euro (leadgenerierung b2b) für den oberen Seitenbereich, Stand 22.08.2026 aus dem eigenen Keyword-Planer-Konto. Für Meta veröffentlichen wir keinen Klickpreis, weil wir keinen belastbaren eigenen Wert je Zielgruppe haben und die Auktion dort um Menschen statt um Suchbegriffe läuft; der Preis steht erst nach dem eigenen Test fest.
| Zielgruppe | Suchbegriff | Suchanfragen je Monat (Spanne) | Klickpreis oben (€) |
|---|---|---|---|
| Handwerk | werbung für handwerker | 100 bis 1.000 | 7,77 |
| Zahnarztpraxen | zahnarzt marketing | 100 bis 1.000 | 12,63 |
| Steuerberater und Kanzleien | steuerberater marketing | 10 bis 100 | 21,00 |
| Immobilienmakler | immobilien leads kaufen | 100 bis 1.000 | 12,89 |
| Immobilienmakler | makler leads | 10 bis 100 | 21,64 |
| B2B-Dienstleister | leadgenerierung b2b | 100 bis 1.000 | 41,00 |
| Tierärzte | tierarzt marketing | 10 bis 100 | kein Gebot ausgewiesen |
Quelle: eigenes Google-Ads-Keyword-Planer-Konto, Deutschland, Zeitraum August 2025 bis Juli 2026, Gebot für den oberen Seitenbereich, erhoben am 22.08.2026. Das Konto führt keine aktiven Ausgaben, deshalb Spannen statt exakter Volumen. 21,00 und 41,00 Euro sind wie auf den Nachbarseiten auf volle Euro gerundet (Planer: 21,46 und 40,96 Euro).
Warum hier keine Meta-Zahl steht. Ein Klickpreis bei Meta ist das Ergebnis einer Auktion um eine bestimmte Person zu einer bestimmten Zeit. Er hängt an der Zielgruppe, an der Jahreszeit, am Format und daran, wie viele andere Werbetreibende dieselben Menschen erreichen wollen. Ein Wert aus einer fremden Kampagne sagt über Ihre nichts. Wir nennen deshalb nur, was wir selbst gemessen haben, und für Meta liegt uns kein Wert vor, der je Zielgruppe belastbar wäre.
Was Sie stattdessen tun. Rechnen Sie rückwärts. Aus dem Google-Klickpreis Ihrer Zielgruppe folgt in der Modellrechnung unten ein Schwellenpreis: das, was ein Meta-Lead höchstens kosten darf, damit die qualifizierte Anfrage nicht teurer wird als bei Google. Diese Zahl nehmen Sie in den Meta-Test und lesen sie nach 30 Tagen im Werbeanzeigenmanager ab.
In der Modellrechnung mit 3.000 Euro liefert Google einem Handwerksbetrieb bei 7,77 Euro Klickpreis 386 Klicks, rund 12 Anfragen, 7 qualifizierte und 2 Aufträge; einem B2B-Dienstleister bei 41 Euro nur 73 Klicks, 2 Anfragen und keinen ganzen Auftrag. Für Meta rechnen wir nicht mit einem erfundenen Klickpreis, sondern mit dem Schwellenpreis: Ein Meta-Lead darf höchstens das 16,7-Fache des Google-Klickpreises kosten, damit die qualifizierte Anfrage gleich teuer bleibt.
| Zielgruppe | Klickpreis Google (€) | Klicks für 3.000 € (Anzahl) | Anfragen bei 3 % (Anzahl) | qualifiziert bei 60 % (Anzahl) | Aufträge bei 30 % (Anzahl) | Meta-Schwellenpreis je Lead (€) |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Handwerk | 7,77 | 386 | 11,6 | 6,9 | 2,1 | 130 |
| Zahnarztpraxen | 12,63 | 238 | 7,1 | 4,3 | 1,3 | 211 |
| Steuerberater und Kanzleien | 21,00 | 143 | 4,3 | 2,6 | 0,8 | 350 |
| Immobilienmakler | 21,64 | 139 | 4,2 | 2,5 | 0,7 | 361 |
| B2B-Dienstleister | 41,00 | 73 | 2,2 | 1,3 | 0,4 | 683 |
Modellrechnung, kein Kundenfall. Annahmen: 3.000 Euro Budget je Kanal, Klickpreise für den oberen Seitenbereich aus dem eigenen Keyword-Planer-Konto (Stand 22.08.2026), 3 Prozent Formularquote auf einer eigenen Landingpage, 60 Prozent Qualifizierungsrate, 30 Prozent Abschlussquote aus qualifizierten Anfragen. Für Meta gesetzt, nicht gemessen: 30 Prozent Qualifizierungsrate je Formular-Lead, weil Instant-Formulare mehr Unverbindliches liefern. Daraus folgt der Schwellenpreis: Google-Klickpreis geteilt durch 0,03 und durch 0,6 ergibt die Kosten je qualifizierter Anfrage; der Meta-Preis je Lead geteilt durch 0,3 ergibt dieselbe Größe; gleichgesetzt ist der Schwellenpreis das 16,7-Fache des Klickpreises. Agentur, Werkzeuge, Arbeitszeit und Umsatzsteuer sind nicht enthalten. Bei Zahnarztpraxen gilt die Zeile nur für Leistungen, die bei Meta ohne Gesundheitsaussage beworben werden dürfen.
Was die Rechnung zeigt. Bei 7,77 Euro Klickpreis muss ein Meta-Lead unter 130 Euro bleiben; das schaffen im Handwerk nur Kampagnen mit eigenem Baustellenmaterial und enger Region. Bei 41 Euro darf er 683 Euro kosten, und diesen Spielraum hat ein B2B-Dienstleister mit Video und Whitepaper. Je teurer der Google-Klick, desto mehr Raum bekommt Meta. Die Faustformel aus der Rechnung, Schwellenpreis gleich Klickpreis mal 16,7, gilt nur mit den genannten Quoten; setzen Sie Ihre eigene Formularquote und Qualifizierungsrate ein, verschiebt sich der Faktor mit.
Handwerk und Tierärzte starten bei Google, weil der Bedarf akut und der Klick günstig ist. Praxen und Kanzleien starten bei Google, weil Meta dort Gesundheits- und Finanzaussagen beschränkt und das Pixel keine solchen Daten übermitteln darf. Immobilienmakler und B2B-Dienstleister sind die zwei Zielgruppen, bei denen Meta zuerst laufen kann: Makler wegen des Lead-Formulars für die Wertanfrage, Dienstleister wegen des Klickpreises von 41 Euro.
| Zielgruppe | Erster Kanal | Begründung | Bei Meta zu beachten |
|---|---|---|---|
| Handwerksbetriebe | Google Suche | werbung für handwerker hat 100 bis 1.000 Suchanfragen im Monat bei 7,77 Euro; Notdienst- und Projektsuchen sind akut. Der Meta-Schwellenpreis von 130 Euro je Lead ist eng. | PV- und Badprojekte mit langer Entscheidung lassen sich bei Meta mit Baustellenvideo und Umkreis-Targeting anschieben, aber erst nach der Google-Suche. |
| Fachärzte, Zahnärzte, Privatkliniken | Google Suche, mit Grenzen | zahnarzt marketing hat 100 bis 1.000 Suchanfragen im Monat bei 12,63 Euro; Patientensuchen wie Implantat oder Zahnarzt Notdienst sind akut. Vor beiden Kanälen kommt der Recall aus der Patientenkartei. | § 11 HWG: keine Vorher-Nachher-Darstellung bei plastisch-chirurgischen Eingriffen, keine Dank- und Empfehlungsschreiben in missbräuchlicher Form. Meta-Werbestandards: kosmetische Verfahren nur an Personen ab 18 Jahren, keine Anzeige darf einen Gesundheitszustand andeuten, das Pixel darf keine Gesundheitsdaten senden. |
| Rechtsanwälte, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer | Google Suche | steuerberater marketing hat 10 bis 100 Suchanfragen bei rund 21 Euro; Mandanten suchen mit konkretem Anliegen wie Betriebsprüfung, Kündigung oder Erbschaft. Kleines Volumen, aber kaufkräftig. | Meta untersagt Anzeigen, die eine prekäre Finanzlage der Person andeuten; Werbetreibende für Finanzprodukte müssen sich dort, wo Meta es verlangt, verifizieren; das Pixel darf keine Finanzdaten senden. Das Berufsrecht gilt in beiden Kanälen gleich. |
| Immobilienmakler | Meta zuerst, Google für Verkaufssuchen | immobilien leads kaufen hat 100 bis 1.000 Suchanfragen bei 12,89 Euro, makler leads 21,64 Euro. Eigentümer suchen selten nach einem Makler, sie reagieren auf die Frage, was ihr Haus wert ist. Das Lead-Formular mit Adresse und Rückrufwunsch trägt hier. | Werbung für Wohnraum ist bei Meta eine spezielle Anzeigenkategorie mit eingeschränktem Targeting nach Alter, Geschlecht und Postleitzahl; Meta nennt als Geltungsbereich die USA, Kanada und einige Länder Europas. Im Werbeanzeigenmanager prüfen, ob die Kategorie für Ihre Kampagne verlangt wird. |
| B2B-Dienstleister | Meta zuerst, Google auf zwei Begriffe | leadgenerierung b2b kostet 41 Euro je Klick; 3.000 Euro ergeben 73 Klicks und rechnerisch 2 Anfragen. Der Meta-Schwellenpreis liegt bei 683 Euro je Lead, und diesen Spielraum tragen Video, Whitepaper und Retargeting. | Ohne Video und ohne Fallbeispiel aus der eigenen Arbeit keine kalte Meta-Kampagne; Instant-Formular mit zwei Qualifizierungsfragen zu Unternehmensgröße und Zeitpunkt. |
| Tierärzte und Tierkliniken | Google Suche | Notdienst- und Ortssuchen sind akut; für tierarzt marketing weist der Planer 10 bis 100 Anfragen und kein Gebot aus, Patientenbegriffe je Ort vorher prüfen. Der Impf-Recall aus der Praxissoftware kommt vor beiden Kanälen. | Das HWG gilt auch für Tiergesundheit, § 11 nennt Personen aus dem Bereich der Tiergesundheit ausdrücklich. Meta funktioniert für Tierhalter über Bilder aus der Praxis, nicht über Behandlungsversprechen. |
Praxen, Kanzleien, Steuerberater und Makler. Meta führt spezielle Anzeigenkategorien für Wohnraum, Jobangebote und Finanzprodukte mit eingeschränktem Targeting, verbietet Anzeigen, die Gesundheitszustand oder Finanzlage einer Person andeuten, lässt kosmetische Verfahren nur an Personen ab 18 Jahren ausliefern und untersagt dem Pixel, Gesundheits- und Finanzdaten zu übermitteln. Dazu kommt für Praxen § 11 HWG, für alle § 25 TDDDG: keine Einwilligung, kein Pixel.
Spezielle Anzeigenkategorien. Meta verlangt bei Anzeigen für Wohnraum, Jobangebote sowie Finanzprodukte und -dienstleistungen die Kennzeichnung als spezielle Anzeigenkategorie. Dann fallen laut Meta-Hilfebereich Zielgruppenoptionen weg oder werden eingeschränkt: die Auswahl nach Alter, Geschlecht oder Postleitzahl, Targeting-Ausschlüsse, Lookalike Audiences und gespeicherte Zielgruppen. Meta nennt als Geltungsbereich Werbetreibende mit Sitz in den USA und Zielgruppen in den USA, in Kanada oder in einigen Ländern Europas, ohne diese Länder auf der Hilfeseite zu benennen. Für Immobilienmakler heißt das, im Werbeanzeigenmanager zu prüfen, ob die Kategorie Wohnraum für die eigene Kampagne verlangt wird, und die Kampagne so zu bauen, dass sie auch mit breitem Targeting trägt.
Werbestandards für Gesundheit und Finanzen. Die Meta-Werbestandards untersagen Anzeigen, die persönliche Eigenschaften einer Person behaupten oder andeuten, darunter physische oder psychische Gesundheit und eine prekäre Finanzlage. Eine Anzeige mit der Frage, ob Sie unter Zahnfleischbluten leiden oder Schulden beim Finanzamt haben, scheitert daran, unabhängig vom deutschen Recht. Kosmetische Produkte, Verfahren und Operationen dürfen nur an Personen ab 18 Jahren ausgeliefert werden. Wer Finanzprodukte und -dienstleistungen bewirbt, muss sich dort, wo Meta es verlangt, als Unternehmen verifizieren und eine Zulassung der Aufsichtsbehörde nachweisen.
§ 11 HWG für Praxen. Sobald eine Anzeige eine Behandlung oder ein Verfahren bewirbt und nicht nur die Praxis als Ganzes, greift § 11 HWG außerhalb der Fachkreise. Unzulässig sind unter anderem Krankengeschichten, die zu einer falschen Selbstdiagnose verleiten können, Dank- und Empfehlungsschreiben in missbräuchlicher oder irreführender Form, Aussagen, die nahelegen, dass die Gesundheit ohne die Behandlung leidet, und bei operativen plastisch-chirurgischen Eingriffen die vergleichende Darstellung vor und nach dem Eingriff. Genau diese Bausteine, Testimonial, Vorher-Nachher und Angstsatz, sind das Standardrepertoire von Meta-Anzeigen. Für Praxen bleiben Leistung, Ablauf, Verfügbarkeit und Team.
§ 25 TDDDG für beide Kanäle. Das Speichern von Informationen auf dem Endgerät und der Zugriff darauf sind nur mit Einwilligung auf Grundlage klarer und umfassender Informationen zulässig; ausgenommen ist nur, was für den ausdrücklich gewünschten Dienst unbedingt erforderlich ist. Das Meta-Pixel und das Google-Tag zählen nicht zum Erforderlichen. Ohne Einwilligung darf keines von beiden feuern, und ohne die Daten lernt keine Gebotsstrategie. Dazu kommt Metas eigene Regel: Über das Pixel dürfen keine Gesundheits- und Finanzdaten geteilt werden, also auch keine URL, aus der eine Diagnose oder ein Schuldenstand hervorgeht.
Das ist keine Rechtsberatung. Vor der ersten Kampagne einer Praxis oder Kanzlei gehört die Anzeige zu einer Anwältin oder einem Anwalt für Werbe- und Wettbewerbsrecht, die Landingpage gleich mit.
Drei Zahlen entscheiden: Kosten je qualifizierter Anfrage gegen den Schwellenpreis der Modellrechnung, Qualifizierungsrate gegen die Annahme von 60 Prozent bei Google und 30 Prozent bei Meta, und der Anteil der Anfragen, die binnen eines Werktags zurückgerufen wurden. Klicks, Reichweite und Öffnungen stehen nicht auf dem Blatt. Wer nach 30 Tagen keine 20 Anfragen zählt, entscheidet trotzdem, aber mit dem Zusatz, dass die Zahl noch wackelt.
| Kennzahl | Google Ads | Meta Ads | Regel |
|---|---|---|---|
| Kosten je qualifizierter Anfrage (€) | Klickpreis geteilt durch Formularquote und Qualifizierungsrate | Kosten je Lead geteilt durch Qualifizierungsrate | liegt Meta über dem Schwellenpreis, gewinnt Google; darunter läuft Meta weiter |
| Qualifizierungsrate (%) | Suchbegriffsbericht lesen, Begriffe ohne Bedarf ausschließen | Qualifizierungsfragen im Instant-Formular nachschärfen | unter 30 Prozent bei Meta: Formular ändern, nicht das Budget |
| Klicks ohne Anfrage (Anzahl) | Abschaltregel je Anzeigengruppe: 20 Klicks ohne Anfrage | dieselbe Regel je Anzeige | abschalten, nicht nachjustieren |
| Lernphase (Tage) | Smart Bidding 7 bis 14 Tage ohne Änderungen an Budget und Zielen | etwa 50 Ergebnisse je Woche; darunter auf ein früheres Ereignis optimieren | in der Lernphase nichts anfassen |
| Frequenz (Kontakte je Person) | entfällt in der Suche | unter 3, sonst Creative tauschen | Hauszahl aus unseren Kampagnen |
| Rückruf binnen eines Werktags (%) | Anteil der Anfragen mit Rückruf am selben oder nächsten Werktag | gleich; Leads aus Instant-Formularen kühlen schneller ab | unter 100 Prozent liegt das Problem im Prozess, nicht im Kanal |
| Skalierung (% je Schritt) | höchstens 20 Prozent je 3 Tage | gleich, sonst beginnt die Lernphase von vorn | Hauszahl aus unseren Kampagnen |
Nacheinander, nicht nebeneinander, solange das Budget unter 3.000 Euro im Monat liegt. Zuerst der Bestand ohne Klickkosten, dann Google auf die zwei oder drei Begriffe mit Volumen, dann Meta als Retargeting auf die Besucher dieser Landingpage und auf die Kundenliste. Erst wenn diese drei Stufen laufen, bekommt Meta ein kaltes Budget mit Video, und zwar gegen den Schwellenpreis aus der Modellrechnung.
Ruhende Kontakte per E-Mail-Sequenz zurückholen. Das liefert die Abschlussquote aus echten Gesprächen, ohne die sich kein Klickpreis bewerten lässt. Der Rechenweg steht auf Bestandskunden oder Neukunden.
Nur Begriffe mit Volumen im Planer, eigene Landingpage je Begriff, Conversion-Tracking mit Einwilligung, Abschaltregel 20 Klicks ohne Anfrage. Smart Bidding erst, wenn genug Conversions da sind; bis dahin manueller Klickpreis.
Meta-Pixel auf der Landingpage, Custom Audience aus Besuchern und aus der Kundenliste mit dokumentierter Einwilligung. Hier ist Meta günstig, weil die Zielgruppe klein ist und Sie kennt.
Video aus der eigenen Arbeit, Instant-Formular mit zwei Qualifizierungsfragen, Budget in Schritten von höchstens 20 Prozent alle drei Tage. Liegt der Preis je qualifizierter Anfrage nach 30 Tagen über dem Schwellenpreis, geht das Budget zurück zu Google.
Acht Punkte, die zusammen einen Vormittag kosten und den ersten Monat Budget retten: Suchvolumen und Klickpreis der eigenen Begriffe, Auftragswert und Abschlussquote aus der Buchhaltung, eine eigene Landingpage, Tracking mit Einwilligung, Konten im eigenen Namen, Rechtsrahmen je Branche, ein Name für den Rückruf und die Abschaltregel. Fehlt einer, läuft der erste Euro in ein Loch, egal in welchem Kanal.
Stand: 6. September 2026. Plattformregeln ändern sich laufend; die Angaben zu Google und Meta geben den am 06.09.2026 abrufbaren Stand der Hilfeseiten wieder.
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